Wiener Hotelier muss wegen Corona vier Häuser zusperren

Peter Buocz kämpft wegen Corona ums Überleben
Peter Buocz kämpft wegen Corona ums Überlebenpicturedesk
Leere Lobbys, verwaiste Zimmer, Verzweiflung. Peter Buocz, Chef der Schick-Hotels, muss vor Corona kapitulieren und nun auch 100 Mitarbeiter kündigen.

"Es gibt keine Gäste, wir kämpfen ums Überleben", so bringt der erfahrene Touristiker die Situation auf den Punkt. In einem Facebook-Posting erklärt er jetzt mit seinem Latein am Ende zu sein. Zu Beginn der Krise hatte er noch seine 190 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Wenige Stunden hätten diese im Hotel "Stefanie" ihren Dienst verrichtet – die Langeweile sei aber teils bedrückend gewesen, wie er "Heute" erzählt.

Schließungswelle

Der Sommer sei recht gut verlaufen, doch nun ist es mit der leichten Erholung auch vorbei. Buocz schließt vier Häuser der Hotelgruppe, darunter das "Capricorno" am Schwedenplatz, das "Hotel am Parkring", das "City Central" und das "Erzherzog Rainer". Mit 80 Mitarbeitern macht er Hotel "Stefanie" weiter, doch diverse Corona-Verschärfungen setzen ihm zu. – darunter die Eintragung der Gäste in Kontaktverfolgslisten.

Ärger über Fantasienamen auf Gästeliste

Wobei er sich besonders über mögliche Fantasienamen auf den Formularen ärgert: „"Für uns und unsere Mitarbeiter ist das nicht lustig. Wobei es schon ein Treppenwitz ist, sich gerade auf Facebook über Datenschutzprobleme zu beschweren." Der Herbst ist eigentlich Städtetourismus-Hochsaison, aber Asiaten, Amerikaner und Engländer bleiben schon virusbedingt länger aus. Nun schwächeln auch die Deutschen, bedingt durch die Reisewarnung für Wien. Boucz macht trotzdem weiter: "Wir schaffen das!"

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