Wiener im Spital am Klo vergessen – jetzt ist er tot

Ein unbeaufsichtigter 72-Jähriger brach sich in einem Wiener Krankenhaus den Oberschenkelhals. Seine Tochter will nun deshalb die Klinik klagen.

Petra E. (46, Name geändert) kann den Tod ihres geliebten Vaters noch immer nicht verkraften. Nach wochenlangem Leiden schloss er am 9. Juni für immer seine Augen – "viel zu früh", kämpft die 46-Jährige im "Heute" - Gespräch mit den Tränen. Ihr kleine Schwester Maria (38) spendet ihr Trost.

Vater seit schwerem Unfall Pflegefall

Vor zwanzig Jahren war ihr Vater verunglückt und seither auf Hilfe angewiesen. "Petra pflegte ihn rund um die Uhr. Dafür bin ich ihr ewig dankbar", so Maria. Ende Februar klagte der 72-Jährige dann über Schmerzen, musste ins Spital. Aufgrund der Covid-Regelungen durfte sich Petra im Zimmer nicht selbst um den Gehbehinderten kümmern.

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"Die Pfleger versprachen mir aufzupassen, bevor ich ging." Keine zwei Stunden später der Anruf: "Ihr Vater ist gestürzt" – Oberschenkelhalsbruch! Da der Mann alleine gar nicht aufstehen konnte, vermuten die Töchter, dass er am WC vergessen wurde.

"Der Sturz war sein Todesurteil", sind sie sich sicher. Denn von den Strapazen erholte er sich nie, wurde nur noch palliativ entlassen. Mit Anwältin Astrid Wagner soll nun das Spital zivilrechtlich geklagt werden, und die Patientenanwaltschaft wird informiert. "Denn so ein Ende ist menschenunwürdig."

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