Österreich

Wiener Kebap-Rülpser muss keine Strafe zahlen

Im Februar 2016 erhielt Edin M. eine Anzeige, weil er bei einem Kebap-Stand vor einem Polizisten gerülpst hatte. Nun wurde das Verfahren eingestellt.

Heute Redaktion
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Barkeeper Edin M. (28) wurde bestraft, weil er am 7. Februar 2016 am Praterstern zu laut vor einem Polizisten gerülpst hatte. Der Beamte wertete das als öffentliche Anstandsverletzung nach Paragraf 1 des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes und brummte dem Wiener eine Strafe von 70 Euro auf. In einem Facebook-Posting machte der Rülpsende damals seinem Ärger Luft – und sorgte damit auch weltweit für Aufsehen.

Verfahren eingestellt

Rund ein Jahr nach dem Vorfall dürfte die Geschichte nun aber ein Happy End haben: Denn gemeinsam mit Anwalt Heinz Robathin kämpft der 28-Jährige gegen die Anzeige – und der Richter gab ihm nun Recht. Das Verfahren gegen Edin M. wurde eingestellt, wie er freudig auf seiner Facebook-Seite berichtet. Die Begründung: Das öffentlich laute und provokante Anrülpsen von im Dienst befindlichen Polizei-Beamten konnte dem Wiener nicht zur Last gelegt werden.

Edin M. sorgte mit seiner Geschichte im vergangenen Jahr nicht nur in Österreich für Aufsehen. Die Istanbuler Kette "Kasap Döner" zeigte sich wenig erfreut über die negative Berichterstattung in Zusammenhang mit ihrer Spezialität, lud den Wiener zur Entschädigung nach Istanbul ein und zahlte seine Buße. Diese 70 Euro will Edin M. nun dem Wiener Tierschutzverein spenden.

(cz)

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