Wiener kriegen 200 Euro Extra-Bonus – aber nicht alle

Bürgermeister Michael Ludwig (SP) verkündete am 14. Juni "Energieunterstützungsmaßnahmen" für die Wiener.
Bürgermeister Michael Ludwig (SP) verkündete am 14. Juni "Energieunterstützungsmaßnahmen" für die Wiener.Getty Images/iStockphoto, pure.passion.photography / Westend61 / picturedesk.com, Michael Indra / SEPA.Media / picturedesk.com
Nach einem gigantischen "Geld zurück"-Paket des Bundes kündigt auch die Bundeshauptstadt einen neuen Bonus an. Mindestens 200 Euro bekommen fast alle.

Bereits im März 2022 hatte die Stadt Wien eine "Energieunterstützung" in Höhe von 125 Millionen Euro beschlossen. Nun, kurz nachdem die Bundesregierung ihr milliardenschweres "Geld zurück"-Paket präsentiert hat, legt Wien mit einem neuen "Wiener Energiebonus" nach. Bisher gab es drei Säulen: Besonders betroffene Menschen bekommen demnächst antragslos 200 Euro aufs Konto, weitere Anspruchsberechtigte (210.000 Wiener Haushalte) können bis zu 500 Euro Teilübernahme-Zahlungen bei den Energieunternehmen einreichen und es gibt Zahlungen für Neubauten, Sanierungen und Umrüstungen.

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200 Euro für (fast) alle direkt aufs Konto

Nun kommt eine vierte Säule in Form des genannten "Wiener Energiebonus '22" hinzu. Zwei Drittel der Wiener Haushalte – 650.000 mit rund einer Million Betroffenen – bekommen noch einmal 200 Euro bar aufs Konto überwiesen. Bedingung ist, dass man in Wien hauptgemeldet ist. Ausgeschlossen vom Bonus sind Wiener Haushalte mit einem Einpersoneneinkommen von 40.000 Euro und mehr (Bruttomonatsgehalt von 2.835 Euro inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) oder einem Mehrpersoneneinkommen von 100.000 Euro und mehr. 

So sieht das neue Säulen-Hilsmodell der Bundeshauptstadt aus.
So sieht das neue Säulen-Hilsmodell der Bundeshauptstadt aus.Stadt Wien

Allerdings muss für den neuen Bonus ein Antrag abgegeben werden, das soll im vierten Quartal möglich sein. "Der Wiener Energiebonus ’22 kommt über einer Million Menschen zugute und reicht damit weit in den Mittelstand hinein. Wir unterstützen die Wienerinnen und Wiener dort, wo sie es am dringendsten brauchen", sagt der Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ). In Summe aller vier Säulen werden besonders von der Teuerung Betroffene von der Stadt Wien nun um bis zu 1.000 Euro entlastet. "Eine direkte und treffsichere Maßnahme", so Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

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"So rasch wie möglich unterstützen"

"Mir war wichtig, dass wir seitens der Stadtregierung niederschwellige Maßnahmen ergreifen, um die Wienerinnen und Wiener so rasch wie möglich zu unterstützen", so Ludwig. Außerdem kündigte er eine Reihe weitere Maßnahmen zur Entlastung der Wiener Bevölkerung an. Eine neu eingerichtete und halbjährlich tagende Fairnesskommission soll die internationalen Energiemärkte beobachten, Wien Energie bietet Ratenzahlungen im Bereich Fernwärme, Strom und Gas von bis zu 18 Monaten an und wird bei Strom, Gas und Wärme keine Abschaltungen im kommenden Winter durchführen, die Wiener Stadtwerke werden ein Treueprogramm für Kunden umsetzen, Fernwärmekunden bekommen eine Ombudsstelle und die Stadt Wien verzichtet 2022 und 2023 auf Dividendenzahlungen der Stadtwerke.

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