In Floridsdorf hätte eine nicht ordnungsgemäß gewartete Gastherme beinahe für eine schlimme Tragödie gesorgt, berichtet die APA. Ein Bursch im Teenageralter ging Sonntagabend duschen, kam aber ungewöhnlich lange nicht mehr zurück. Als seine Mutter und sein Bruder nach ihm schauten, lag er leblos im Badezimmer.
Sie brachten den Teenager ins Stiegenhaus und alarmierten die Rettungskräfte. Ein Großeinsatz in der Nähe des Hoßplatzes war Videos von "Heute"-Leserreportern zufolge das Resultat. Denn wie sich bei den folgenden Messungen zeigte, war nicht nur die CO-Konzentration in der betroffenen Wohnung, sondern auch in anderen Objekten stark erhöht.
Es musste deswegen das gesamte Gebäude evakuiert werden. Mutter und Sohn wurden mit einer leichten bzw. schweren CO-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. "Wir haben die Therme deaktiviert, Fenster geöffnet und unter Atemschutz mit Hochleistungslüftern die Wohnung belüftet", sagte Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl der APA.
Ursache war die stark verschmutzte Therme in der Wohnung mit den Verletzten. In den übrigen Objekten des Hauses habe einfaches Lüften ausgereicht. "Deshalb appellieren wir, die Therme jährlich von einem seriösen Installationsfachbetrieb warten zu lassen, damit wieder eine saubere Verbrennung gewährleistet ist."