Gebisse, Geigen und Geld warten beim Fundamt

83.000 Gegenstände landeten 2019 beim Fundservice der Stadt. Neben Ausweisen und Hauben sind auch Geigen und Gebisse abgegeben worden.

Familientreffen und deine Oma sitzt ohne Zähne am Tisch? Der Sohn soll ein Stück auf der Geige vorführen, aber das Instrument ist nicht auffindbar? Gut möglich, dass die Gegenstände im Fundamt Wien abgegeben wurden. 2019 wurden 83.000 Gegenstände von ehrlichen Findern bei der MA 48 abgegeben - darunter auch drei Gebisse und sieben Geigen.

Außerdem landeten 20.900 Ausweise bzw. Dokumente, 12.600 Geldbörsen, 9.000 Schlüssel sowie 8.300 Koffer, Taschen und Sackerln in der Servicestelle. Besonders häufig werden auch Hauben, Schals, Handschuhe und Regenschirme abgegeben. Insgesamt wurden vergangenes Jahr 15.000 Kleinfunde gezählt.

Fundservice-Mitarbeiter als Detektive

Jedes Gebiss, jede Geige und jeder Schlüssel werden von den Mitarbeitern elektronisch erfasst und gelagert. Lediglich Schirme und andere Kleinigkeiten werden nicht registriert. In "detektivischer" Kleinarbeit versuchen die Mitarbeiter des Fundamts dann, die rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen. Geht das Fundstück niemandem ab oder kann der Besitzer nicht ausgeforscht werden, bleibt der Gegenstand ein Jahr im Fundservice. Anschließend geht er in das Eigentum der Stadt über. Intakte Ware wird übrigens von der MA48 im Tandler verkauft oder geht auch an karitative Einrichtungen weiter.

100 Fundboxen in ganz Wien

Wer einen herrenlosen Schlüssel oder eine Tasche findet, kann die Sachen in 100 Fundboxen einwerfen oder bei den Abgabestellen der Bezirksämter abgeben. Alle Metallcontainer sind im Online-Stadtplan der Stadt und in der 48er App abrufbar.

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Margarete SchramböckGood NewsWiener WohnenMA 48

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