Wiener Messehalle soll für Lager-Flüchtlinge öffnen

Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik fordert, dass Österreich geflüchtete Menschen aus den griechischen Lagern aufnehmen soll.

Während sich die Infektionszahlen in Österreich äußerst positiv entwickeln und das Land vor weiteren Lockerungen steht, spitzt sich die Lage in griechischen Flüchtlingslagern dramatisch zu. Angesichts beengter Verhältnisse und fehlender Sanitäranlagen zeichnet sich eine humanitäre Katastrophe ab.

"Die Regierung spricht davon, dass Österreich in der Bekämpfung der Corona-Krise international als Vorbild diene. Mit Blick über die nationalen Grenzen hinaus fällt die Bilanz allerdings beschämend aus", sagt Christa Kleiner, Aktivistin der Plattform für eine menschliche Asylpolitik.

Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik fordert die Bundesregierung und die Wiener Stadtregierung daher dringend dazu auf, bestehende Infrastruktur für die Versorgung geflüchteter Menschen zu nutzen.

880 Betten in Wiener Messehalle

Ideal dafür wäre die Wiener Messehalle mit einer Kapazität von 880 Betten, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht als Notfall-Lager für Corona-Patienten benötigt wird.

"Unbegleitete Jugendliche, Frauen mit Kindern, alte und kranke Menschen mit hohem Risiko könnten hier versorgt werden, ohne dass man erst neue Infrastruktur schaffen müsste. Es ist alles schon vorhanden, die Hilfe könnte sofort beginnen", so Kleiner.

Nach der Quarantänezeit könnten die Menschen in die Gemeinden übersiedeln, zahlreiche Gemeinden quer durch Österreich haben diesbezüglich ihre Bereitschaft signalisiert.

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