"Wiener Original"-Bier mit noch mehr Wien drin

Anstoßen auf und mit Wien: Der Präsident der Landwirtschaftskammer Wien Franz Windisch, Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ), der Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei Matthias Ortner und Braumeister Tobias Frank (v.l.n.r.) präsentieren das neue "Wiener Original".
Anstoßen auf und mit Wien: Der Präsident der Landwirtschaftskammer Wien Franz Windisch, Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ), der Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei Matthias Ortner und Braumeister Tobias Frank (v.l.n.r.) präsentieren das neue "Wiener Original".Sabine Hertel
Seit 2014 braut die Ottakringer Brauerei das "Wiener Original". Jetzt kommt nur noch Wiener Braugerste zum Einsatz. Eine Win-Win-Situation für alle.

"Wien zum Trinken" gibt es in Form von Wein schon lange, seit 2014 bietet die Ottakringer Brauerei auch das Lagerbier "Wiener Original" an. Nun wird dieses noch wienerischer. Statt wie bisher Braugerste aus Niederösterreich zu verwenden, greift die Ottakringer Brauerei seit heuer auf eine Malzmischung aus Braugerste aus Wien zurück.

Möglich wird das durch eine langfristige Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Wien und 17 Wiener Betrieben. Auf 105 Hektar Ackerfläche in vier Wiener Bezirken (Favoriten, Simmering, Floridsdorf und Donaustadt) bauten im vergangenen Jahr 32 Landwirte die Braugerste an, geerntet wurde die im Sommer 2019. Im Oktober wurde diese in der Stadlauer Malzfabrik (Donaustadt) vermälzt, seit Anfang dieses Jahres wird in der Ottakringer Brauerei damit gebraut. 

Wiener Bier als Zeichen einer "Smart City"

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich bei der Präsentation des neuen, noch wienerischen "Wiener Originals" im Rathaus begeistert: "Durch die Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Wien werden ganz bewusst Synergien genutzt, um ein regionales Produkt zu erzeugen. Das ist ganz im Sinne einer 'Smart City' und den kurzen Wegen in der Stadt. Der gesamte Bierkreislauf bleibt in Wien, vom Anbau bis zum Genuß, eine tolle Sache", so Ludwig.

Davon profitiert nicht nur die Umwelt durch geringere CO2-Emissionen, sowie die Landwirte in Wien, sondern letztlich auch der Konsument. "Das Wiener Bier ist ausgewogen im Geschmack (Malzanklänge treffen auch leicht nussige Noten und das feine Bittere des Aromahopfens) und wird mit Sicherheit allen Wienerinnen und Wienern schmecken", ist Ludwig sicher. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann das neue "Wiener Original" ab sofort im Handel (eine 0,5l-Flasche kostet im Supermarkt 1,09 Euro) erwerben.

Farbe, Kraft und Geschmack des Bieres werden vor allem vom Malz bestimmt

"Das Malz ist die Seele des Bieres", erklären der Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei Matthias Ortner und Tobias Frank, Geschäftsführer und 1. Braumeister der Ottakringer Brauerei. Grundlage für ein gutes Bier sei immer gutes Malz aus einer guten Gerste. "Die Wiener Braugerste wird exklusiv für das Ottakringer 'Wiener Original' verwendet. Sie ist nicht nur ein regionaler Rohstoff, sondern besticht auch durch einen vollmundigen und hochwertigen Geschmack. Damit ist sie perfekt für unseren Klassiker, der auf einer über 100-jährigen Rezeptur basiert und den wir seit 2014 in unserem Sortiment haben". 

Video: heute.at

Fokus auf regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit

"Was viele vielleicht nicht wissen: 14 Prozent der Wiener Grundfläche werden landwirtschaftlich genutzt", betonte der Bürgermeister. 700 Landwirtschaftsbetriebe beäckern rund 6.000 Hektar Agrarfläche. Und das mit Erfolg: Neben dem Weinbau ist auch der Gemüseanbau stark. In manchen Monaten reicht die Ernte sogar fast aus, ganz Wien zu versorgen. Das erfüllt auch den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Wien, Franz Windisch, mit Stolz. Mit dem neuen "Wiener Original" gehe man noch einen Schritt weiter: "Ich freue mich, dass es uns erstmals gelungen ist, eine Wiedererkennbarkeit für ein Produkt des Wiener Ackerbaus zu schaffen. Unsere Braugerste ist nicht nur ein regionales, sondern auch ein qualitativ hochwertiges Produkt, das die Leistungen unserer Landwirte kennzeichnet. Sie wird nach ökologischen Standards und ganz im Sinne der Nachhaltigkeit in Wien kultiviert", so Windisch.

Die Wiener Braugerste wird auf einer Fläche von knapp 105 ha auf insgesamt 32 Feldstücken verteilt auf die Bezirke Favoriten, Donaustadt, Floridsdorf und Simmering angebaut: 10. Bezirk: 59,65 ha, 22. Bezirk: 32,45 ha, 21. Bezirk: 10,53 ha, 11. Bezirk: 1,62 ha.

Ottakringer Brauerei lädt zur "Ährenrunde über Wien"

Die Bewerbung des Ottakringer "Wiener Originals mit Wiener Braugerste"“ erfolgt ab 29. Juni auf 450 Citylights, Digi- und Infoscreens sowie via Radiospots und auf den Social Media-Kanälen der Ottakringer Brauerei. Der Kreislauf – von der Ernte der Wiener Braugerste im Juli 2019 bei einem Landwirt im 22. Bezirk, zur Anlieferung und Vermälzung der Gerste im Oktober in der Malzfabrik sowie schließlich zur Anlieferung des Malzes und dem Einbrauen bei Ottakringer im November – wurde von einem Filmteam begleitet. Zu sehen ist das Video hier. Dazu gibt es auf der Website ein Gewinnspiel, bei dem unter dem Motto "Dreh eine Ährenrunde über Wien" fünf Heißluftballon-Rundflüge über Wien und seine Braugerstenfelder im Ottakringer Heißluftballon verlost werden.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-AccountCreated with Sketch. lok TimeCreated with Sketch.| Akt:
Stadt WienBierLandwirtschaftOttakring

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen