Müll, Lärm – Wiener Paar leidet unter Coronaparty-WGs

Leidgeprüft: Christian und Sophia R.
Leidgeprüft: Christian und Sophia R.Helmut Graf
Seit einem Jahr leiden Sophia und Christian R. unter Corona-Partys. Vorwiegend junge Leute mieten sich in Airbnb-Apartments ein, um dort zu feiern.

Blutige Schlägereien, stundenlanges Herumgejohle, Erbrochenes, Zigarettenstummel und Müll im Stiegenhaus: Die Nerven von Sophia (50) und Christian R. (53) liegen vor allem am Wochenende oft blank. Denn in dem Haus in der Pilgramgasse (Margareten), in dem die Journalisten wohnen, werden 18 Airbnb-Apartments (eines davon für bis zu 15 Personen) oft für Corona-Partys genutzt – vor allem junge Leute funktionieren die Wohnungen zur Feier-Location um.

Polizei und Hausbetreuer helfen nicht

"Wir haben oft die Polizei gerufen. Der Lärm ist kurzfristig zurückgegangen, aber die Partys wurden nicht aufgelöst. Auch der Vermieter weiß über die Vorkommnisse Bescheid", ist Sophia R. verärgert. Kaum sind die Beamten weg, steige der Lärmpegel und die Anzahl der Gäste wieder.

Auf "Heute"-Nachfrage bestätigt der Vermieter das Problem: "Die Leute belügen und betrügen uns beim Buchen mit falschen Angaben. Wir haben deshalb einen Hausbetreuer einquartiert, der die Corona-Partys auflöst. Wir weisen zudem darauf hin, dass keine Partys erwünscht sind und drohen mit Strafen. Aber auch das schreckt die Leute nicht ab."

Vermieter sperrt Buchungen

Nachdem an der Adresse nun auch wegen Geheimprostitution ermittelt wird, reicht es dem Vermieter. Er hat nach eigenen Angaben die Apartments bis Mitte April für Buchungen gesperrt.

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