Wiener Polizei schnappt gleich sechs Räuber

Die Raubgruppe des Landeskriminalamts konnte zwei Fälle klären.
Die Raubgruppe des Landeskriminalamts konnte zwei Fälle klären.Bild: iStock
Ermittler der Raubgruppe konnten zwei bewaffnete Raubüberfälle klären und so sechs Tatverdächtige festnehmen.
Am Montag vergangener Woche (10.12.) wurde ein 18-jähriger Wiener vor einem Geschäft am Kohlmarkt plötzlich von drei Unbekannten mit einer Schusswaffe bedroht. Das Trio forderte den jungen Mann auf, für sie 800 Euro vom Bankomat zu beheben.

Mehrmals sollen die drei Männer ihr Opfer darauf aufmerksam gemacht haben, sehr "gefährlich" zu sein. Aus Angst befolgte der 18-Jährige dir Forderung, behob das Geld und überreichte es einem der drei Verdächtigen. Diese flüchten daraufhin.

Nach intensiver Ermittlungsarbeit ist es der Polizei nun gelungen, die mutmaßlichen Räuber auszuforschen und festzunehmen. Es handelt sich um einen 20-jährigen Russen, einen 22-jährigen Algerier und einen 22-jährigen Österreicher. Als Haupttäter hat die Polizeidirektion den 20-Jährigen ermittelt. Bei einer Hausdurchsuchung konnten bei ihm zwei Schreckschusspistolen und Bargeld sichergestellt werden. "Drei drei Männer, die sich alle in Untersuchungshaft befinden, sind teilgeständig", heißt es im Bericht der LPD Wien.

Zivildiener im Park ausgeraubt

Ein weiterer Raubüberfall, der nun geklärt werden konnte, hatte sich bereits im September in Donaustadt zugetragen. Am 9.9. wurden zwei Zivildiener (17, 19) in einem Park in der Nähe des Schnitterwegs von drei Fremden überfallen.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Trio forderte die Burschen auf, ihre Handy und Geldbörsen herzugeben. "Während einer der Tatverdächtigen die beiden Opfer mit einem Klappmesser bedrohte und ein zweiter mutmaßlicher Täter diese mehrmals ohrfeigte, nahm der dritte Tatverdächtige die Geldbörsen und Handys an sich und durchsuchte die Rucksäcke der Opfer", schildert die Polizei die Vorgehensweise der Unbekannten. Die Ausbeute: Bargeld, zwei hochpreisige Handys, eine Bankomatkarte und eine Lautsprecherbox. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich laut Polizei auf rund 1.800 Euro.

Nach dem Überfall ergriff das Trio die Flucht in Richtung

Donaustadtrücke. "Im Zuge umfangreicher Ermittlungen konnten alle drei Tatverdächtigen ausgeforscht und festgenommen werden: Ein 17-jähriger russischer Staatsbürger wird beschuldigt, die beiden Opfer mit dem Messer bedroht zu haben. Eine Auswertung seines Handys ergab, dass er sich zur Tatzeit im Bereich des Tatorts aufgehalten hatte", teilt die LPD Wien am Donnerstag mit.

Verdächtige nicht geständig

Ein 16-jähriger Tunesier steht im Verdacht, die Opfer mehrmals geohrfeigt zu haben. "Ein 18-jähriger Österreicher dürfte die Rucksäcke durchsucht und in weiterer Folge eines der beiden geraubten Handys in einem Handyshop in Meidling verkauft haben", heißt es weiter.

Alle drei mutmaßlichen Täter befinden sich in Haft. Sie bestreiten die Tat. (red)

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