Wiener Polizei sucht Opfer von diesem Mann

Ein 62-Jähriger aus Deutschland gab sich seit mehreren Monaten in Wien als "Mitarbeiter der Pensionsversicherungsanstalt" aus. Die Polizei sucht nun nach Opfern des Verdächtigen.

Ein Deutscher gab sich seit Juni 2019 mehrmals als angeblicher "Mitarbeiter der Pensionsversicherungsanstalt" aus und sprach ältere Damen beim Heimkommen an.

Der mittlerweile 62-Jährige erklärte ihnen, dass sie eine Gutschrift von der Pensionsversicherung erhalten würden. Er behauptete zudem, dass diese bereits per Post kontaktiert worden wären, jedoch auf den Brief nicht reagiert hätten.

Einen entsprechenden Antrag könne er gegen eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10 Prozent der Gutschrift sofort erledigen.

Geld und PIN-Codes entlockt

In allen bekannten Fällen entlockte er seinen Opfern dadurch Beträge in Höhe von 200 bis 240 Euro. Zum Teil gelangte er auch an deren Bankomatkarten sowie PIN-Codes, wobei ebenfalls Geld behoben wurde.

Bei einem seiner Opfer stahl er auch einen höheren Bargeldbetrag aus jener Lade, aus der die Frau das Geld für die vermeintliche Bearbeitungsgebühr entnommen hatte.

Der Verdächtige wurde bereits seit einiger Zeit gesucht und konnte schließlich am 21. Jänner von der Polizei im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Neilreichstraße im 10. Bezirk dabei beobachtet werden, wie dieser ältere Personen ausspionierte. Der mutmaßliche Täter wurde noch an Ort und Stelle festgenommen.

Polizei sucht Opfer

Bis dato sind der Polizei zehn Opfer sowie eine Gesamtschadenshöhe von mehreren Tausend Euro bekannt, es wird jedoch von einer erheblichen Dunkelziffer ausgegangen. Der Festgenommene selbst spricht von "etwa 20 Opfern", bei denen er diesen Trick angewandt hätte.

Nun sucht die Polizei mit Fotos des Verdächtigen nach möglichen weiteren Opfern. Betroffene mögen sich unter der Telefonnummer 01/31310/25600 an das Landeskriminalamt, Außenstelle West, wenden.

Hinweis

Die Polizei weist darauf hin, dass öffentliche Versicherungsanstalten niemals Mitarbeiter entsenden, um Geldbeträge in bar zu kassieren oder sonstige Handlungen vornehmen.

Jeglicher Parteienkontakt erfolgt schriftlich. Zudem wird generell appelliert, niemals die Bankomatkarte aus der Hand zu geben oder gar den entsprechenden Code zu nennen.

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