Wiener Polizei verhört Beamte

Juden-Beschimpfung mitten in Wien - und die Exekutive schaut zu! Dieses beschämende Verhalten will die Polizei nicht ungestraft lassen. Wie Heute- Recherchen ergaben, wurden jene Beamten, die vor Ort waren und dem Rabbiner nicht geholfen haben, ausgeforscht.

Juden-Beschimpfung mitten in Wien – und die Exekutive schaut zu! Dieses beschämende Verhalten will die Polizei nicht ungestraft lassen. Wie "Heute"- Recherchen ergaben, wurden jene drei Beamten, die vor Ort waren und dem Rabbiner nicht geholfen haben, ausgeforscht.

Rückblick: Der Wiener Rabbiner wurde vergangenen Donnerstag am Schwedenplatz vor dem Fußball-Spiel Rapid gegen PAOK Saloniki von einem Fan mit "Heil Hitler" begrüßt. Nur wenige Meter daneben beobachteten Polizisten die Szene, sollen gelacht und weggeschaut haben – auch als der jüdische Geistliche um Hilfe bat. "Die Personen werden einvernommen, der Vorfall muss lückenlos aufgeklärt werden. So etwas darf in Wien nicht passieren!", sagt Polizei-Sprecher Roman Hahslinger.

In den nächsten Tagen soll es eine Entschuldigung geben. Bestätigen sich die Vorwürfe, drohen den Polizisten Geldstrafen oder sogar Entlassungen. Am Dienstag meldete sich auch Bürgermeister Michael Häupl zu Wort: "Antisemitische Vorfälle sind auf das Schwerste zu verurteilen". "Die Führung der Polizei nimmt das sehr ernst, ich möchte nochmal betonen, dass der Vorfall kein Problem der Polizeiführung ist, sondern einzelner Beamter", so der Rabbiner zu "Heute".

Isa Martens

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