Wiener Praterstern soll jetzt Wohlfühl-Oase werden

Stadträtin Ulli Sima und Stadtrat Jürgen Czernohorszky präsentierten Pläne für den Wiener Praterstern.
Stadträtin Ulli Sima und Stadtrat Jürgen Czernohorszky präsentierten Pläne für den Wiener Praterstern.Denise Auer
Die Grünfläche wird verdoppelt, moderne Sitzmöglichkeiten und kühlendes Wasserspiel werden bis zum Sommer gebaut.

Jetzt geht es los: Mit dem heutigen Spatenstich startet die Umgestaltung und Attraktivierung des Pratersterns: Aus einem betonlastigen Verkehrsknotenpunkt, der täglich von bis zu 150.000 Menschen frequentiert wird, wird eine begrünte und gekühlte Aufenthaltsoase.

Umgeben wird der neue Platz von einem 1.400 Quadratmeter begrüntem Ring. "Ganz nach unserem Motto 'Raus aus dem Asphalt' verdoppeln wir die Grünfläche und die Anzahl der Bäume am Praterstern und ein 500 Quadratmeter großes Wasserspiel sorgt für Abkühlung an heißen Tagen", so Planungsstadträtin Ulli Sima (SP) beim heutigen Spatenstich.

Umgestaltung bis zum Sommer

Bis Sommer 2022 wird nun der Praterstern umgestaltet. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SP) betont: "Wir machen den Praterstern grüner und kühler. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Schwammstadt-Prinzip zu, mit dem wir die besten Voraussetzungen für gesunde und vitale Bäume am Platz schaffen. So erreichen wir ein besseres Mikroklima und der Aufenthalt am Platz wird attraktiver. Mit unseren Maßnahmen gegen Hitzeinseln verbessern wir die Lebensqualität für die Wienerinnen und Wiener."

"Grüne Ring" rund um den neuen Praterstern

Der gesamte Praterstern soll durch einen Ring aus 2,5 Meter breiten, leicht erhöhten Pflanzbeeten eingefasst werden. Die Beete werden mit robusten, dem Stadtklima angepassten Ziergräsern und Kleinsträuchern bestückt. Die ausgewählten Pflanzen sind hitze- und trockenheitsbeständig. Die Staudenmischungen werden in bänderartigen Formationen angeordnet und bieten durch ihr wechselndes Farbenspiel ganzjährig einen attraktiven Farbrhythmus am bisher grauen Verkehrsknotenpunkt.

Ergänzende Bepflanzungen mit hitzeresistenten Bäumen und Gräsern tragen dazu bei, den Platz vor Überhitzung zu schützen. Die Grünflächen werden auf 8.000 Quadratmeter nahezu verdoppelt, auch die Anzahl der Bäume wird verdoppelt, insgesamt werden 101 Bäume künftig Schatten spenden. Angewendet wird, wie erwähnt, das Schwammstadt-Prinzip. Die Niederschläge sowie das Frischwasser des Wasserspiels werden in die Schwammstadt eingeleitet und sorgen so für eine bessere Wasserversorgung der Bäume. Am Praterstern wird ein solcher unterirdischer Wasserspeicher für zwölf neugepflanzte Bäume angelegt.

Mehr Platz für Menschen

Durch das Entfernen der bisher dominanten Pflanz-Gabionen und der ringförmigen Stahlpergola wird eine durchgängige, frei nutzbare und übersichtliche Fläche geschaffen. Speziell im Bereich des Tegetthoff-Denkmals wird der Platz offen, Barrieren werden beseitigt.

Der Praterstern ist auch ein wichtiges stadträumliches Bindeglied zwischen den gewachsenen Bezirksteilen in der Wiener Leopoldstadt, wie dem Vivarium-, Czernin- und Odeonviertel, und den neu entstandenen, wie Nordbahnhofviertel. "Der Praterstern verwandelt sich für die tausenden Menschen, die hier wohnen oder unterwegs sind, zum echten Wohlfühlort im Herzen der Leopoldstadt. Mit diesem Projekt holen wir bis zum nächsten Sommer aus dem innerstädtischen Verkehrsknoten wirklich das Maximum an Begrünung und Aufenthaltsbereichen heraus", so Bezirksvorsteher Alexander Nikolai (SP). 

Auch die ÖBB sind wichtiger Partner bei der Umgestaltung, ÖBB-Infrastruktur AG Vorständin Silvia Angelo: "Wir freuen uns, dass wir heute gemeinsam den Startschuss für den Umbau des Pratersterns geben können. Bereits nächsten Sommer können unsere Kundinnen und Fahrgäste dann einen neuen, noch grüneren und kühleren Platz genießen."

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