Wiener S-Bahn soll alle 2,5 Minuten fahren

Ministerin Gewessler stellt Plan für ÖBB vor.
Ministerin Gewessler stellt Plan für ÖBB vor.Perwein
Bis 2026 werden 17,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Bahn-Infrastruktur investiert, in Wien sollen bald mehr S-Bahn-Züge unterwegs sein. 

"Mit dem neuen ÖBB-Rahmenplan bringen wir das größte Bahnpaket auf Schiene, das die Republik je gesehen hat. Mehr als 17 Milliarden Euro für Bahnprojekte im ganzen Land sind eine Ansage im Kampf gegen die Klimakrise", so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). Schwerpunkte des Rahmenplans sind der Ausbau des Nahverkehrs in den Ballungsräumen, die Stärkung der Regionalbahnen in Zusammenarbeit mit den Bundesländern und die weitere Elektrifizierung des Streckennetzes.

Kürzere Intervalle auf Stammstrecke

Um der wachsenden Bevölkerung in Wien Rechnung zu tragen und mehr Fahrgäste transportieren zu können, soll die Infrastruktur modernisiert und ausgebaut werden. So werden etwa auf der S-Bahn-Stammstrecke die Bahnsteige von 160 auf 220 Meter verlängert, um längere Züge mit zusätzlichen Waggons zu ermöglichen. Darüber hinaus werden in Zukunft noch kürzere Intervalle gefahren, die Zahl der Züge erhöht sich so von 20 auf 26 pro Stunde und Fahrtrichtung. Alle 2,5 Minuten soll eine S-Bahn kommen. 

Zweigleisiger Ausbau

Die Strecke von Wien-Meidling nach Mödling (NÖ) soll viergleisig ausgebaut werden. Die Bahnsteige auf Süd- und Nordwestbahn werden ebenfalls verlängert. Der Bahnhof Wien-Hütteldorf wird um 15,4 Millionen Euro umgebaut. Die Verbindungsbahn von Wien-Hütteldorf nach Wien-Meidling soll bis 2016 gebaut werden. Die Route von Wien-Meidling zur Abzweigung Altmannsdorf sowie der Marchegger Ast werden zweigleisig ausgebaut.

Ausbau auch im Umland

Gemeinsam mit den Bundesländern wird in die für den ländlichen Raum besonders wichtigen Regionalbahnen investiert. Hier werden Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert, die Sicherheit von Eisenbahnkreuzungen erhöht und neue Kundeninformationssysteme installiert. Von 2021 bis 2026 werden mehr als eine Milliarde Euro fließen, die Länder steuern dazu ebenfalls finanzielle Mittel bei.

Modernere Strecken

Bis ins Jahr 2030 werden weitere 500 Kilometer Bahnstrecke elektrifiziert. Wo eine Elektrifizierung technisch nicht machbar oder wirtschaftlich nicht darstellbar ist, soll das Ziel einer vollständigen Elektrifizierung des Bahnverkehrs über Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien (Wasserstoff oder Akku) erreicht werden. Bis 2035 soll der Bahnverkehr am Netz der ÖBB komplett CO2-neutral sein. Derzeit werden schon 90 Prozent aller Verkehre auf dem Netz der ÖBB elektrisch gefahren.

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