Wiener "Schauermärchen" sorgt für Jubel in Berlin

David Schalko wagte sich an den Filmklassiker heran. "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" feierte nun bei der Berlinale Premiere, läuft ab Sonntag in sechs Teilen im ORF.

Es sind eindrückliche Bilder, die hier geboten werden. Etwa: Ein Minister telefoniert mit dem größten Zeitungsverleger, steht dabei vor dem Spiegel und misst sein Zumpferl ab. Den Innenminister gibt Dominik Maringer, er ist Teil des 130-köpfigen Ensembles mit vielen hochkarätigen Schauspielern und Schauspielerinnen.

Optisch ragt Bela B. heraus, hauptberuflich bei der Band "Die Ärzte" zugange (und hat nebenbei seinen ersten Roman geschrieben, der in zehn Tagen veröffentlicht wird). Dazu Lars Eidinger, Sophie Rois, Moritz Bleibtreu, Verena Altenberger, Udo Kier, Julia Stemberger. Der Großteil des Casts (dazu 800 Gäste, inkl. ORF-Chef Wrabetz) kam Dienstag in den riesigen Saal des Berliner Zoo-Palasts, um sich die Premiere der Serie anzusehen – am Ende gab es viel Beifall, auch vereinzelt ein paar Bravorufe.

Sechs Teile wurden verfilmt, der ORF hat sie gemeinsam mit RTL Crime produziert, ab Sonntag (und dann am 20.2. und 22.2.) sind jeweils Doppelfolgen zu sehen. David Schalko (46) wagte sich gemeinsam mit Evi Romen an das "Schauermärchen" heran. Keine leichte Übung. Das (beklemmende) Original stammt aus dem Jahr 1931, Schalko verlegte die Szenerie von Berlin nach Wien, versetzte sie in die Gegenwart.

Die Handlung ist gespickt mit Seitenhieben auf Politik, Medien, Gesellschaft, auch die Unterwelt wird nach oben gekehrt. Ein Kind verschwindet, ein Innenminister versucht die Entführung politisch zu nutzen, Medien spielen sein Spiel mit, es geht um Hetze und Fake-News. So wie halt im echten Leben auch.

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