Wiener "Schläger-Trupp" lebt vom AMS

Vor Gericht. (Symbolbild)
Vor Gericht. (Symbolbild)Bild: Sabine Hertel

Eine Bande um Boss Edo D. (38) soll von Wirten in Wien 500.000 Euro Schutzgeld erpresst haben. Das Verfahren gegen die Gang läuft seit Oktober - und brachte ans Licht, dass Belastungszeugen "nahegelegt" wurde, ihre Aussagen bei der Polizei zu widerrufen.

Eine Bande um Boss Edo D. (38) soll von Wirten in Wien 500.000 Euro Schutzgeld erpresst haben. Das Verfahren gegen die Gang läuft seit Oktober – und brachte ans Licht, dass Belastungszeugen "nahegelegt" wurde, ihre Aussagen bei der Polizei zu widerrufen.

Für Nachdruck sorgte Bares, öfter die Androhung von Gewalt. Am Mittwoch mussten die mutmaßlichen Täter als "kriminelle Organisation" vor Gericht: Edos Bruder Lutvo (30), von Beruf "Einkäufer", und vier zugewanderte Kumpane.

Einer lebt von der Freundin, drei freuen sich jeden Monat über 900 Euro vom AMS. Alle bekannten sich "nicht schuldig". Für Anwalt Elmar Kresbach beruht die Anklage nur auf einem "Feldzug" übermotivierter Ermittler. Am Donnerstag sagen die Bedrohten wohl anderes aus.

(red)

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