Kurzer Halt, Warnblinker an, Kind raus – und schon flattert eine Anzeige ins Haus. Leserreporter Aleksandar wollte kurz vor 8 Uhr an einem Freitag eigentlich nur seinen siebenjährigen Sohn sicher zur Schule bringen. Jetzt muss er zahlen.
Der Vorfall passierte in der Lorystraße im 11. Bezirk. Wie jeden Tag fuhr der Vater in die Sackgasse, so wie viele andere Eltern bringt er hier seinen Sohn in die Schule. "Da fahren alle rein, drehen am Ende um, lassen ihre Kinder raus und fahren wieder weiter", schildert Aleksandar die Situation vor Ort im "Heute"-Talk.
Auch er blieb, wie so oft, kurz stehen – nach eigenen Angaben etwa 15 bis 30 Sekunden. Der Grund: Er wollte seinem Sohn beim sicheren Aussteigen helfen und ihm die Schultasche reichen. Sicherheit gehe schließlich vor. Deshalb schaltete er den Warnblinker ein.
Doch genau das dürfte ihm nun zum Verhängnis geworden sein. Wenig später erhielt er eine Anzeige, die Strafhöhe beträgt 46 Euro. "Ich vermute, ich bin nicht der Einzige, der eine bekommen hat. Außer ich bin der Einzige, der die Warnblinker eingeschaltet hat", sagt der Vater.
"Ich verstehe auch die Polizei, dass man da nicht einfach mit der Warnblinkanlage stehen bleiben kann. Aber deshalb gleich eine Anzeige zu schreiben, ist übertrieben", meint Aleksandar. Bezahlen werde er – "mit einem lachenden und einem weinenden Auge".