Er war erfolgreicher Schmuckdesigner und gern gesehener Gast in ganz Wien. Met K. war beliebt und feierte gerne, auch auf Ibiza, wo er 2016 Urlaub machte und sich sein Leben für immer verändern sollte. Der Wiener sprang damals gemeinsam mit anderen von einem Felsen ins Meer. Beim ersten Mal ging noch alles gut, doch nach dem zweiten Sprung landete er im Rollstuhl.
"Das Meer war tief genug, ich hab einen Köpfler aus fünf Metern Höhe gemacht, aber ich bin zu steil reingesprungen und leider nicht mit der Stirn voran", erinnert sich der 43-Jährige im "Heute"-Gespräch an den tragischen Tag. "Ich habe mich überschlagen und bin unglücklicherweise mit den Hinterkopf fatal aufgekommen. Mein vierter und fünfter Halswirbel haben sich dabei in mein Rückenmark gedrückt." Seither ist Met K. gelähmt.
"Es war kein Felsen unter mir, aber ich bin im falschen Winkel gesprungen. Das Wasser fühlte sich an wie Beton. Nach dieser bitteren und tragischen Erfahrung würde ich jedem abraten, ins Meer zu springen, egal aus welcher Höhe."
Seit dem Unfall ist der Wiener auf einen Rollstuhl und Pflege angewiesen. "Ich spüre meinen Oberkörper nur bis zur Brust und meine Arme bis zu den Ellbögen, meine Finger kann ich leider nicht mehr bewegen." Met K. zog nach dem schrecklichen Unfall zurück zu seinen Eltern, die in Linz leben. Seine Familie hilft ihm, seinen Alltag zu bewältigen. "Meine Mutter hat mich gepflegt, bis sie vor vier Monaten einen Schlaganfall erlitten hat", erzählt der 43-Jährige traurig.
Met K. ist nun auf die Unterstützung von Pflege-Assistenten angewiesen. "Das ist teuer und geht sich mit dem Pflegegeld nur knapp aus." Doch der Designer gibt nicht auf, er will weiter so selbstständig wie möglich durchs Leben kommen. Um seine Lungen zu entlasten, die vom ständigen Sitzen stark beansprucht sind, braucht der 43-Jährige jetzt einen speziellen Steh-Rollstuhl, der rund 9.000 Euro kostet. Seine finanzielle Lage macht die Anschaffung jedoch unmöglich.
Seine Freunde haben nun bereits die Hälfte des Geldes dafür aufgebracht. Nun hat ein guter Bekannter ein Spendenkonto für Met K. auf Facebook eingerichtet, um weitere 3.000 Euro für den Rollstuhl zum Aufrichten zu sammeln. Wer helfen will, kann sich mit ein paar Euros bei der FB-Aktion "Unterstütze Mauricios Spendenaktion für medizinische Behandlungen" beteiligen.
Met K. ist überwältigt von der Anteilnahme und Hilfe. Doch der Wiener möchte auch selbst etwas beitragen, um wieder Geld zu verdienen. "Ich suche jetzt einen Job als Werbetexter", verrät er. "Ich habe eine Mund-Mouse, mit der ich ohne Hände am Computer schreiben kann", erzählt er voller Tatendrang. "Ich würde mich freuen, wenn ich eine Stelle finden könnte."