Wiener Terror-Täter hatte Gewehr, Pistole und Machete

Der erschossene Wiener Attentäter war laut Innenministerium 20 Jahre alt und schwer bewaffnet. Und: Er war bereits wegen einschlägig vorbestraft.

Sprengstoffgürtel-Attrappe, Kalaschnikow-Sturmgewehr, Faustfeuerwaffe und eine Machete: So war der 20 Jahre alte mutmaßliche Täter beim Terroranschlag in Wien am Montagabend ausgestattet. Wie Innenminister Karl Nehammer am Dienstagvormittag bekannt gab, war der mutmaßliche Attentäter mit ausländischen Wurzeln (Südosteuropa) und Doppelstaatsbürgerschaft, darunter die österreichische, einschlägig wegen terroristischer Vereinigung vorbestraft.

Verurteilt wurde der Mann demnach bereits Ende April 2019, weil er versucht hatte, nach Syrien auszureisen, um sich dort dem IS anzuschließen. Danach hätte er 22 Monate in Haft absitzen sollen, doch nur etwa sieben Monate später wurde er im Rahmen des Jugendgerichtsgesetzes bedingt aus dem Gefängnis entlassen. 

Razzien, Festnahmen

Beim Terroranschlag Montagabend kamen vier Personen ums Leben, bevor der mutmaßliche Täter um 20.09 Uhr vor der Ruprechtskirche in Wien erschossen wurde. 

Bisher ungeklärt ist, ob es sich um die Tat eines Einzeltäters handelt oder ob der IS-Sympathisant Helfer hatte. In Wien und Niederösterreich wurden bei mehreren Großrazzien bislang insgesamt 15 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die dabei festgenommenen Verdächtigen sind zwischen 16 und 25 Jahre alt, wurden in Wien, Kosovo, Bangladesh, St. Pölten, Tschetschenien und Mödling geboren. Die jungen Männer sind in Wien (10) und in St. Pölten (2) wohnhaft.

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