Wiener vergewaltigte Stieftochter jahrelang

Landesgericht Wien
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Ein 40-Jähriger Wiener wurde am Freitag zu 14 Jahren Haft verurteilt, weil er die eigene Stieftochter jahrelang vergewaltigte und später schwängerte.

Mit 14 Jahren Haft fasst der heute 40-Jährige fast das gesamtmögliche Strafmaß aus. Unter anderem wegen der besonderen Abscheulichkeit der Tat, dem darauffolgenden Stalking und des fehlenden positiven Lebenswandels. Kinder und Ehefrau durchlebten eine jahrelange Hölle in den eigenen vier Wänden.

Seine Ehefrau hat sich mittlerweile scheiden lassen, sie wurde über Jahre hinweg wöchentlich verprügelt. Auch der eigene, mittlerweile 13 Jahre alte Sohn blieb davon nicht verschont. Etwa im gleichen Alter begann der sexuelle Missbrauch gegenüber seiner heute 19-jährigen Stieftochter.

Bereits zweite Haftstrafe

Im Vorjahr saß der Mann bereits im Gefängnis, weil er seine Ex-Frau nach der Trennung weiter verfolgte und ihr auflauerte. Deswegen wurde er auch zu einer Haftstrafe verurteilt, doch nachdem er diese abgesessen hatte, begann alles von vorne. Mutter und Tochter machten sich deswegen erneut auf zur Polizei und offenbarten das gesamte Ausmaß.

Im Alter von sieben Jahren hat er seine Stieftochter das erste Mal sexuell missbraucht, in den darauffolgenden Jahren wurden die Angriffe immer brutaler. Unter Androhung, Bruder und Mutter zu töten, vergewaltigte er das Mädchen regelmäßig.

Schwangerschaft

Mit 16 wurde sie gar schwanger, das neugeborene Kind wurde daraufhin zur Adoption freigegeben. Bis heute ist sie schwer traumatisiert, bestimmte Wörter und Gegenstände lösen heftige Panikattacken aus. Sogar Hände-halten ist ihr deswegen unmöglich.

Der Angeklagte legte ein umfassendes Geständnis ab und erklärte, schuldig zu sein. Er ist zurechnungsfähig, aber gefährlich, krank und emotional instabil, entschied ein Gerichtspsychiater. Der Sachverständige empfahl deswegen zur therapeutischen Behandlung die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Der Verteidiger des Angeklagten erbat sich Bedenkzeit, das Urteil ist deswegen noch nicht rechtskräftig.

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