120.000 € – so wurde Wienerin zur reichsten Obdachlosen

Die angeklagte 31-Jährige verfügte bereits über Gerichtserfahrung.
Die angeklagte 31-Jährige verfügte bereits über Gerichtserfahrung.Heute
Ein Wiener lernte eine Obdachlose kennen, gab ihr Geld und seine E-Mail-Adresse. Dann begann sie ihn auszunehmen "wie eine Weihnachtsgans" – Haft!

"Sie nahm ihn aus, wie eine Weihnachtsgans", fasste die Staatsanwältin gestern am Wiener Landl zusammen. Julia E. (31) soll einen älteren Herren um fast 120.000 Euro betrogen haben. Vor zwei Jahren lernte die Wohnungslose ihn am Wiener Hauptbahnhof kennen, bekam aus Zuneigung etwas Geld und seine E-Mail-Adresse. Dorthin sendete sie ihm zuerst Bittbriefe, dann gefälschte Spitalsrechnungen und am Ende sogar Erpressungsschreiben. "Wenn du mir kein Geld gibst, sag ich der Polizei, du hättest mich vergewaltigt", schrieb sie ihm "aus Dummheit".

Der verängstigte Wiener übergab ihr bei Dutzenden Treffen ganze Geldbündel und Goldmünzen, die sie dann verkaufte, um ihre Sucht zu finanzieren. "Sie nutzte ihn als schier unermüdliche Geldquelle", so die Staatsanwältin. Die mehrfach Vorbestrafte gab zu, ihn "von hinten bis vorne" angelogen zu haben, weil sie "schwer auf Drogen war". Das nicht rechtskräftige Urteil: fünf Jahre kalter Entzug.

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