Wiener wurde Weihnachtspaket seiner 2 Enkerl gestohlen

Ferdinand M. bekam nichts von seinen Enkerl
Ferdinand M. bekam nichts von seinen Enkerlprivat
Enttäuschung und Ärger weit über die Feiertage hinaus für Ferdinand M. (69): Dem Wiener wurde das Weihnachtspackerl seiner Enkerl einfach gestohlen.

So sehr hatte sich Ferdinand M. aufs Weihnachtspackerl seiner beiden Enkelkinder aus der Schweiz gefreut, doch das Paket aus dem westlichen Nachbarland kam nie an, brachte ihm nur Zores ein. Verantwortlich für den Verlust des Pakets, dessen Versand immerhin knapp 40 Euro gekostet hat, ist offenbar niemand.

Fotos der Enkerl weg

Der 69-Jährige aus Wien-Margareten hatte lange in der Schweiz gelebt, dort geheiratet und deshalb leben sein Sohn samt Enkerl (14, 16) immer noch in der Schweiz. "Ich zog zurück nach Österreich, habe aktuell eine Wohnung in Wien und eine Lebensgefährtin in St. Pölten", erzählt Ferdinand M. Zehn Tage vor Weihnachten war das Packerl in der Schweiz eingeschrieben aufgegeben worden. "Der Inhalt war nicht sonderlich teuer, aber immateriell sehr wertvoll: Ein handgemachter Kalender mit Fotos meiner Enkerl, ein Buch, Schokolade und Käse", berichtet M. Die Sendung kostete immerhin 36 Euro, der Wert des Paketinhaltes wurde mit 92 Euro angegeben.

Doch die Tage verstrichen, kein Paket, keine Benachrichtigung und zu Weihnachten stand Ferdinand M. mit leeren Händen da. Der 69-Jährige reklamierte, stellte Nachforschungen an: "Das Paket wurde am 14. Dezember um 16.21 Uhr in Sankt Gallen aufgegeben und galt am 18. Dezember als zugestellt. Nur ich bekam eben keinen Zettel, keine Benachrichtigung, keiner läutete an der Türe, gar nichts. Und App habe ich keine. Am 21. Dezember dürfte das Paket dann von einem Unbekannten aus der Entnahmebox im Wohnbau entnommen worden sein. Die Box steht im Hauseingang. Das heisst entweder wurde die Benachrichtung falsch eingeworfen oder jemand hat sie aus meinem Briefkastl gestohlen - und hatte so den Code für die Postbox", so der Globetrotter, der auch zehn Jahre in Indonesien gelebt hat und sich, nebenbei erwähnt, in der verdienten Pension mit 68 Jahren erstmals tätowieren ließ (gleich den ganzen Unterarm, Anm.).

Schwierige Haftungsansprüche

Die österreichische Post meint dazu: "Nachdem uns Herr M. kontaktiert und mitgeteilt hat, dass er keine Benachrichtigung erhalten hat, wurde die Post-Empfangsbox am 24.12.2020 überprüft, doch leider war diese bereits leer. Zur Abklärung allfälliger Haftungsansprüche bitten wir Herrn M. darum, den Absender zu kontaktieren, damit dieser bei seinem Transporteur in der Schweiz eine Nachforschung einleiten lässt. Eventuelle Ersatzansprüche können nur im Zuge einer Nachforschung geklärt werden, da der gegenständliche Beförderungsvertrag vom Absender mit seinem Transporteur abgeschlossen wurde", so Post-Sprecher Michael Homola.

Der Sohn von Herrn M. hat in der Schweiz bereits Anzeige erstattet, nur: "Da geht es natürlich primär nicht um den materiellen Schaden, der Foto-Kalender der Kinder hat für einen stolzen Großvater unschätzbaren Wert. Es ist eigentlich unfassbar, dass so mit eingeschriebenen Paketen umgegangen wird", meint Ferdinand M. und setzt nach: "Natürlich sehe den Kalender niemals, das Packerl ist weg. Aber es kann nicht sein, dass mein Sohn 36 Euro zahlt und man schlußendlich nichts als Ärger dafür erhält."

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