Wiener zahlte 18.000  für keinen BMW

Bild: Werk

Harald Höglinger hat beim Kauf eines gebrauchten BMW 530 alles richtig gemacht - und war mit dem Wagen glücklich. Doch dann erlebte der Wiener Unglaubliches. Jetzt möchte er andere warnen.

Harald Höglinger hat beim Kauf eines gebrauchten BMW 530 alles richtig gemacht – und war mit dem Wagen glücklich. Doch dann erlebte der Wiener Unglaubliches. Jetzt möchte er andere warnen.
Statt ein tolles Auto zu fahren, ist er eingefahren. Diese Erkenntnis kostet Malermeister Harald Höglinger (46) 18.000 Euro und schlaflose Nächte seit 1. Oktober. Denn da geriet der Wiener, mit seinem BMW 530xd Touring in Deutschland unterwegs, in eine Fahrzeugkontrolle. Und als die Beamten die Fahrgestellnummer überprüften, zogen sie den Wagen ein – denn die gehört zu einem BMW in der Schweiz.

Höglinger war fassungslos: „Ich habe das Auto 2015 auf willhaben.at entdeckt und von einem Oberösterreicher privat um 18.000 Euro gekauft“, erzählt er. Der Kombi (Baujahr 2010) war gut in Schuss und schon mehrmals in Österreich zugelassen – problemlos wie zuletzt bei der Anmeldung in Wien.

Erstaunlich, denn Recherchen zeigen: Der BMW wurde als Neuwagen in Italien geleast, bald darauf angeblich in Bulgarien gestohlen. Dort stanzten Ganoven dem Wagen eine "Zwillingsnummer" ins Fahrgestell – und mit der tauchte er 2011 in Tirol wieder auf. Aber erst deutschen Polizisten fiel fünf Jahre später sein kriminelles Geheimnis auf. Pechvogel Höglinger steht ohne Geld und Auto da und warnt, "aus meinem Fall zu lernen". Die Frage ist nur: was? Denn er hat keinen Fehler gemacht.

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