Wienerin (40) wegen Hassposting auf Facebook verurteilt

Bild: Imago

Kerstin L. (40) fiel durch hetzerische Postings auf Facebook auf. Im Herbst soll sie in einem Kommentar Flüchtlingen den Tod gewünscht haben. Nun bekam sie die Rechnung vor Gericht präsentiert: Vier Monate bedingte Haft.

"Abknallen, ganz einfach", schrieb Kerstin L. (40) im Herbst unter einen Beitrag über Flüchtlinge auf einer rechtsextremen Facebook-Seite. Nun musste sich die Alleinerzieherin für das Hassposting vor Gericht verantworten. 

Die Angeklagte gab sich, anders als im Netz, kleinlaut: Sie habe im Herbst Videos von der mazedonischen Grenze gesehen, wo Flüchtlinge auf Grenzbeamte losgegangen seien. Das habe sie aufgewühlt, auch weil bei ihrer Wohnung ein Flüchtlingsheim aufgesperrt habe. Aufgrund der Bilder hätte sie "überreagiert".

Richter Stefan Romstorfer verurteilte die Alleinerzieherin wegen Verhetzung zu vier Monaten bedingter Haft auf eine Probezeit von drei Jahren. Ihren achtjährigen Sohn hatte die Frau als Zuhörer in den Saal mitgebracht. 

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