Sie gelten als Zeitbomben im Kopf: Aneurysmen können tödlich sein. Natascha N. sollte daher schon im Oktober 2021 operiert werden, doch der ersehnte Eingriff wurde seither immer wieder verschoben. "Ich kann abends nicht einschlafen, weil ich Angst habe, nicht aufzuwachen", bangt sie um ihre Gesundheit.
Im Juli 2021 hatten Ärzte eine Ausbuchtung einer Schlagader im Gehirn der Migränepatientin entdeckt, nachdem N. über Sichtstörungen geklagt hatte. Dass dieses Aneurysma platzt, was lebensgefährlich wäre, ist zwar eher unwahrscheinlich. Trotzdem sahen die Mediziner Handlungsbedarf.
"Mit einem ersten Eingriff wollte man klären, wie das Aneurysma geformt ist, ob ich weitere habe und welches zuerst operiert wird", so die 45-Jährige zu "Heute". Am 10. Oktober 2021 sollte die Wienerin unters Messer, doch daraus wurde nichts: "Ich stand schon vor dem AKH, da wurde mir gesagt, dass es wegen Covid keine freien Betten gibt."
Seither lebt N. in ständiger Unsicherheit, wurde immer wieder vertröstet. Zwar hätten sich die Ärzte stets bemüht, ihr bestmöglich zu helfen, doch an den Umständen könnten diese auch nichts ändern. Aus dem AKH heißt es, man habe "im Hinblick auf die angespannte Personalsituation" noch kein Termin mit N. vereinbart – wohl kein Einzelfall, denn Berichte über lange Wartezeiten auf OPs in Wiener Spitälern häufen sich.
N. will nun nicht länger warten: Sie hofft auf medizinische Hilfe in Oberösterreich und prüft, ob eine Operation in einem Linzer Spital kurzfristiger möglich wäre.