Privat bezahlt

Wienerin mit Schmerzen: 2 Monate warten auf MRT-Termin

Susanne Z. litt unter starken Schmerzen, erhielt aber keinen schnellen Kassen-MRT-Termin. Was blieb: Sie musste die Untersuchung privat zahlen.

Wien Heute
Wienerin mit Schmerzen: 2 Monate warten auf MRT-Termin
Susanne Z. (70, o.) zahlte über 400 Euro für einen privaten MRT-Termin.
Getty Images

Ende April litt Susanne Z. (70) aus Döbling unter starken Schmerzen: "Ich konnte weder seitlich noch am Rücken liegen, und auch meine Enkeltochter nicht in die Höhe heben, weil ich solche Schmerzen hatte und es nicht schlimmer machen wollte."

"Ich habe es erst mit Schmerzmittel probiert, die haben aber letztendlich auch nicht geholfen", erzählt die Wienerin im Gespräch mit "Heute".

Nachdem die sportliche 70-Jährige – sie betreibt Nordic Walking und Yoga – vor zwei Jahren unter einer Darmentzündung (Divertikulitis) litt, lag der Verdacht nahe, dass diese wieder zurückgekehrt war: "Die Schmerzen gingen allerdings eher von der Wirbelsäule aus. Nach einem CT und Röntgen war klar, dass es keine Divertikulitis ist. Was es ist, ließ sich aber nur durch ein MRT herausfinden", meint Susanne Z.

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    Letzte Generation
    Überall hieß es, es gibt eine Wartezeit von sechs bis acht Wochen
    Susanne Z.
    benötigte einen Kassen-MRT-Termin

    Als die Pensionistin einen Kassen-MRT-Termin ausmachen wollte, scheiterte sie allerdings kläglich: "Ich habe in vier verschiedenen Instituten angerufen. Überall hieß es, es gibt eine Wartezeit von sechs bis acht Wochen. So lange wollte und konnte ich aber nicht warten. Für eine (Physio-)Therapie benötige ich schließlich eine rasche Diagnose", berichtet die 70-Jährige.

    Susanne Z. fand schließlich das Diagnosezentrum Floridsdorf, dort erhielt sie innerhalb kürzester Zeit einen Termin – die Kosten für die Untersuchung in Höhe von über 400 Euro musste sie allerdings selbst tragen. "Das Personal dort war extrem nett. Nach etwa zehn Minuten gab es schon die Befundbesprechung – ich habe drei Gleitwirbel und zwei Bandscheibenvorfälle", so die Wienerin, die daraufhin entzündungshemmende Medikamente verschrieben bekam: "Ich hoffe, dass ich es so in den Griff bekomme."

    Bedarf nach mehr Kassen-MRT-Geräten da

    Dennoch ist die 70-Jährige entsetzt darüber, dass sie bis zu acht Wochen auf den Termin hätte warten müssen: "Zum Glück kann ich es mir privat leisten, viele können das aber nicht. Beim Diagnosezentrum standen die Leute bis auf die Straße. Der Bedarf nach mehr MRT-Geräten auf Kasse ist also offensichtlich gegeben."

    Auf den Punkt gebracht

    • Die 70-jährige Wienerin Susanne litt unter starken Schmerzen und konnte keinen Kassen-MRT-Termin innerhalb von zwei Monaten bekommen, also zahlte sie die Untersuchung privat
    • Trotzdem betont sie den Bedarf nach mehr Kassen-MRT-Geräten, da nicht jeder sich die privat bezahlte Untersuchung leisten kann
    red
    Akt.