Wienerin verkaufte 11 Kilo Heroin in Drogenwohnung

Die Dealerin (r.) und ihr Bekannter (l.) am Wiener Landl
Die Dealerin (r.) und ihr Bekannter (l.) am Wiener LandlDenise Auer
Eine Wienerin muss nun 4,5 Jahre hinter Gitter: Über längere Zeit hinweg hatte sie von zu Hause aus mit mindestens elf Kilo Heroin gehandelt.   

Die heruntergekommene Wohnung von Margita J. war jahrelang die reinste Drogenhölle: Täglich trafen sich Süchtige bei ihr, um Drogen zu kaufen und zu konsumieren. Laut Staatsanwaltschaft sollen dort fast 19 Kilo Heroin und durch einen Mitbewohner rund 300 Gramm Kokain weitergegeben worden sein. Vom umgesetzen Geld, das zusammen wohl ein Millionenbetrag wäre, ist nichts übrig.

"Einen Teil der Drogen bezahlte ich mit natureller Entlohnug"

"Wir finanzierten mit dem Weiterverkauf nur unsere Drogensucht", sagte die 41-Jährige über sich und ihren Bekannten am Dienstag vor dem Wiener Landesgericht. "Insgesamt waren es nur 11,1 Kilo Stoff, denn meinen Eigenbedarf habe ich von meinem Dealer gratis bekommen", führte sie aus. "Mit natureller Entlohnung" konkretisierte sie subtil. 

Anwalt erwirkte ein mildes Urteil 

Nach umfangreicher Telefonüberwachung legte die Polizei den Dealern bei einer Hausdurchsuchung im Frühjahr das Handwerk. "Ich bekenne mich schuldig, bestreite aber die Menge", sagte Margita J. dem Richter. Da der Grenzwert bei ihr ohnehin um das fünfundzwanzigfache überschitten wurde, machte es keinen Unterschied im Strafmaß. Trotzdem erreichte Verteidiger Erich Gemeiner für sie ein sehr mildes Urteil: 4,5 Jahre Haft, rechtskräftig.

Top-Anwalt Erich Gemeiner erreichte mildes Urteil.
Top-Anwalt Erich Gemeiner erreichte mildes Urteil.Denise Auer
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