Wienerin zog Beatmungsschlauch – wegen Mordes schuldig

Die Angeklagte Renate E. vor Gericht.
Die Angeklagte Renate E. vor Gericht.Denise Auer
Renate E. zog bei ihrem todkranken Freund (70) den Stecker. Sie wurde nun wegen Mordes verurteilt und muss ein Jahr ins Gefängnis.

Sie gab ihm ein letztes Busserl, dann zog sie den Stecker: Renate E. soll nach mehreren Fläschchen Wodka ("Ich war so nervös") bei ihrem todkranken Freund (70) am 6. April 2018 im Wiener AKH die lebensnotwendigen Geräte abgeschaltet haben. Sie sagte aus: "Er war eiskalt, nicht ansprechbar und lag einfach nur da."

Ihre Verurteilung wegen Mordes mit nur drei Jahren teilbedingter Haftstrafe (außerordentlicher Milderungsgrund) schlug im Oktober 2019 hohe Wellen – der Fall ging bis vor den obersten Gerichtshof. Am Dienstag wurde der Prozess neu aufgerollt, weil ein etwaiger Totschlag nicht in Betracht gezogen wurde – das Urteil wegen Mordes wurde bestätigt. Renate E. muss ein Jahr ins Gefängnis.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
MordVerbrechenKrankenhausGerichtUrteil

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen