Wiens erster Hanfshop ohne Hanfshop

Medienwirksam kündigten die Jungen Grünen für Donnerstag Wiens ersten Coffeeshop an. Der Shop stellt für sie der "nächste Schritt für die Legalisierung von Cannabis" dar, wie es im Vorfeld hieß. Vor Ort dann die Enttäuschung: "Hier wird nichts verkauft", hieß es. Sattdessen wurden Pläne für eine "vernünftige und ehrliche Drogenpolitik" präsentiert.

für Donnerstag Wiens ersten Coffeeshop an. Der Shop stellt für sie der "nächste Schritt für die Legalisierung von Cannabis" dar, wie es im Vorfeld hieß. Vor Ort dann die Enttäuschung: "Hier wird nichts verkauft", hieß es. Sattdessen wurden Pläne für eine "vernünftige und ehrliche Drogenpolitik" präsentiert.

Viel Rauch um wenig: Mit der symbolischen Eröffnung des ersten Hanfshops in der Zieglergasse im Wiener Bezirk Neubau haben die Jungen Grünen keine Hanfprodukte, sondern ihre Pläne für eine Legalisierung und eine andere Drogenpolitik vorgestellt.

Konkret fordern sie, dass Wien und die Wiener Bezirke Modellprojekte im Bereich der Legalisierung von Cannabis eigenständig umsetzen können. "Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert und Schritt für Schritt ist ein weltweites Umdenken zu beobachten. Dieser Trend der Legalisierung wird vor Österreich nicht Halt machen", so die Jungen Grünen. "Eine Legalisierung ist längst fällig, denn Cannabis ist weniger gefährlich als Alkohol. "Entweder Alkohol verbieten oder Cannabis legalisieren, alles andere ist unlogisch", meint Sprecherin Moony Akpuma.

Fachgeschäfte sollen reines Cannabis verkaufen

Die jetzige Verbotspolitik verursache hohe Kosten. Die Jungen Grünen Wien wollen Schluss machen mit der Kriminalisierung und schlagen ein "Wiener Modell" vor: Fachgeschäfte mit geschultem Personal sollen für eine legale, kontrollierte und sichere Abgabe von Cannabis mit Reinheitsgebot sorgen. Der offene Verkauf in Trafiken, wie ihn die ÖVP-Trafikanten unlängst forderten, ist aus Sicht der Jungen Grünen eine verantwortungslose Geschäftemacherei. So könnten Schmerzpatienten oder Krebskranken ihrer Meinung nach geholfen werden. 

Die vorgeschlagenen Modellprojekte sollten einer Volksbefragung unterzogen werden. 
Gegenveranstaltung der jungen ÖVP

Die junge ÖVP Wien nützte den Pressetermin für eine "Gegendemo", bei der die "ultraschnelle Einsatzgruppe" Kaffee unter dem Motto "heiße Schwarze für kühlen Kopf" ausschenkte: 

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