HeuteForFuture-award

WIENTALTERRASSEN: Die innovative Wohnbebauung in Wien

Das Wohnbau-Projekt WIENTALTERRASSEN sticht durch hohe Innovationskraft hervor: Die Energieversorgung erfolgt zu 100% aus erneuerbarer Energie. 
Irma Basagic
26.06.2023, 17:45
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

PROJEKTNAME: WIENTALTERRASSEN / Käthe-Dorsch-Gasse 17, 1140 Wien
PROJEKTTRÄGER: WBV-GPA
KATEGORIE: Unternehmen
THEMENBEREICH: Klimafreundliches Bauen
TEILNEHMERZAHL: 1
PROJEKTSTART: 2020
STATUS: Bereits abgeschlossen
REGION: Wien
INSTITUTIONALISIERT ALS: In die Verwaltung integriert
WIRKUNGSFELD: Kleiner lokaler Bereich - Stadtbezirk
HOMEPAGE: https://www.wbv-gpa.at/

Darum geht es beim Projekt

Das Europäische Klimagesetz sieht Klimaneutralität der EU bis 2050 vor und verpflichtet die Mitgliedstaaten zu notwendigen Maßnahmen. Der Wiener Klimafahrplan hat sich hierfür das Jahr 2040 zum ehrgeizigen Ziel gesetzt.

Das bedeutet, dass bis dahin im Neubau nur noch heimische erneuerbare Energie zur Versorgung von Gebäuden mit Wärmeenergie eingesetzt werden darf, um die Klimaneutralität zu erreichen. Die innovative Wohnbebauung WIENTALTERRASSEN der WBV-GPA, die gemeinsam mit Schöberl & Pöll GmbH umgesetzt wurde bietet eine Gesamtlösung an (Tiefensonden, Warmwasserrückgewinnung, Bauteilaktivierung der Decke zum Heizen und Kühlen, Asphaltkollektoren, Photovoltaik, Solarabsorber usw.), um auch großvolumige Gebäude klimaneutral mit Wärme und Kälte zu versorgen.

Die WIENTALTERRASEN sind ein Leuchtturmprojekt mit hoher Innovationskraft, da die Versorgung des Gebäudes mit Wärme und Kälte zu 100% aus erneuerbarer Energie erfolgt. Der Wissenszuwachs durch das Projekt umfasst neue Erkenntnisse in Bezug auf die technische Umsetzbarkeit des Wärme- und Kälteversorgungssystems. Speziell zur Einbindung von Asphaltkollektoren in die Erdsondenfeldgeneration gab es bisher keine Erfahrungen für die Planung und Umsetzung.

Der technische und wirtschaftliche Vergleich zwischen dem Einsatz von Asphaltkollektoren und Solarkollektoren zur Wärmebereitstellung für die Regeneration bietet erstmals Benchmark-Werte für diese beiden Technologien.

Die Wohnhausanlage wurde im November 2022 an die Bewohner:innen übergeben. Das Projekt ist die erste praktische Umsetzung der Ergebnisse des vom AIT Austrian Institute of Technology geleiteten Forschungsprojekts "Heat Harvest – Ernte von urbaner solarer Abwärme von Gebäuden und Oberflächen zur Vermeidung der sommerlichen Überhitzung der Stadt".

Informationen unter:
https://www.wbv-gpa.at/projekt/wientalterrassen-2/
https://www.wbv-gpa.at/wientalterrassen-erhalten-oegut-umweltpreis-2022/ https://www.oegut.at/de/initiativ/umweltpreis/2022/klimaneutrale-stadt-1140-wien.php
https://www.youtube.com/watch?v=PMdsOqqFvEQ

Heute For Future-Award im Gespräch mit Michael Gehbauer von WBV-GPA

Was zeichnet das Projekt aus bzw. wie unterscheidet es sich von anderen?

Michael Gehbauer: Das eingereichte Projekt ist eine Antwort - wir meinen sogar DIE Antwort - auf die Klimafrage (klimaresilienz) im mehrgeschossigen Wohnungsneubau.

Haben Sie sich am Beginn Ihres Projektes an einem anderen Modellprojekt orientiert?

Michael Gehbauer: Nein.

Ist Ihr Projekt bereits in anderen Regionen nachgemacht worden? Wenn ja, an welchem Standort?

Michael Gehbauer: Nein

Glauben Sie, dass Ihr Projekt auch anderswo durchgeführt werden könnte? Wenn ja, welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein?

Michael Gehbauer: Ja, auch anderswo in Österreich.

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, dass Ihr Projekt anderswo nachgemacht werden könnte?

Michael Gehbauer: Das Projekt kann aus unserer Sicht überall in Österreich in ähnlicher Form umgesetzt werden.

Was sollte geschehen, damit Ihre praktische Arbeit erleichtert wird? Wer sollte aktiv werden?

Der geförderter Wohnbau in Österreich hat hohe Innovationskraft - technische Lösungen sind jedoch auch mit mehr Kosten verbunden, die derzeit im geförderten Wohnbau (rasant steigende Grundstückskosten, hohe Baukosten und steigende Zinsen am Kapitalmarkt) nur noch schwer umsetzbar sind.

Jetzt E-Paper lesen