WIFO fordert Einkommens-Steuersenkung!

Das jüngste Sparpaket war einmal mehr ein fauler Kompromiss. Dieser Ansicht sind offenbar die Fachleute des renommierten Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO. In einer Stellungnahme üben sie massive Kritik am "Konsolidierungsbudget" und fordern insbesondere eine Senkung der "hohen Abgaben auf Arbeitseinkommen".

Das jüngste Sparpaket war einmal mehr ein fauler Kompromiss. Dieser Ansicht sind offenbar die Fachleute des renommierten Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO. In einer Stellungnahme üben sie massive Kritik am "Konsolidierungsbudget" und fordern insbesondere eine Senkung der "hohen Abgaben auf Arbeitseinkommen".

Die Regierung hat im Bundesvorschlag kaum Maßnahmen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Beschäftigung getroffen. Zu diesem Schluss kommen Experten des WIFO. Gleichzeitig kritisieren sie, dass erneut die Chance auf eine tiefgreifende Verwaltungsreform vertan wurde.

Richtig sauer macht die Fachleute jedoch die längst überfällige Entlastung der Arbeitseinkommen. Konkret wird die Senkung der Steuern auf kleine und mittlere Einkommen verlangt. Dieser Schritt solle, so das WIFO, "durch die Erhöhung von Umweltsteuern, von Steuern auf Grund- und Immobilienvermögen sowie hohe Erbschaften" gegenfinanziert werden. Ebenso sollten "steuerliche Ausnahmen mit fragwürdigen wirtschaftspolitischen Effekten oder zweifelhafter sozialer Treffsicherheit" abgeschafft oder eingeschränkt werden. Es sei an der Zeit, so Expertin Margit Schratzenstaller, etwa ermäßigte Umsatzsteuersätze sowie Subventionen durch Steuererleichterungen auf ihre Sinnhaftigkeit zu untersuchen.

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