"Wir haben seine Leiche mit tiefen Wunden von einem Speer gefunden", erklärte John Gesa, ein Sprecher der Ugandischen Wildschutzbehörde (UWA) am Montag. Der seltene Berggorilla names "Rafiki" dürfte offenbar von Wilderern im Bwindi-Regenwald, einem Nationalpark im Südwesten Ugandas, getötet worden sein.
Die Behörde macht die Corona-Pandemie und die geltenden Maßnahmen für den Tod des Berggorillas mitverantwortlich. "Seit dem Covid-19-'Lock-down' gibt es in den Parks mehr Wilderei", so Gesa weiter. Aufgrund der Ausbreitung des Virus wurden weltweit Flüge gestrichen und Grenzen geschlossen.
Für den Tierschutz bleiben damit wichtige Einnahmen des Tourismus weg. Außerdem hätten viele Einheimische die Städte wegen der Pandemie verlassen und seien wieder in ihre Heimatdörfer gegangen. Vielen haben ihre Arbeit verloren und würden jetzt unter anderem wildern.
Die Berggorillas gelten als stark gefährdet und sind vom Aussterben bedroht. Es gibt es nur noch knapp 1.000 Tiere. Sie leben nur in diesem Gebiet an der Grenze von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.