Willis VIPs

Bild: Kein Anbieter
Land: D, Genre: Kindersendung

Er war ein Multitalent und wollte Menschen helfen. Also studierte Albert Schweitzer eben auch noch Medizin, um nach Afrika gehen zu dürfen. Doktor der Theologie und der Philosophie war der Pfarrerssohn bereits. Dieser Mann ist diesmal Willis VIP, der vor rund 100 Jahren etwas Unglaubliches tat: Er reiste in den afrikanischen Dschungel und baute gemeinsam mit seinen Patienten ein Krankenhaus. Viele hatten Lepra, eine Krankheit, gegen die es 1913 noch keine wirksamen Medikamente gab. Wer sich angesteckt hatte, wurde üblicherweise von der Familie und aus der Dorfgemeinschaft verstoßen. In Lambaréné, einem Ort im heutigen Gabun, verhalf Albert Schweitzer Tausenden von Kranken zu Hoffnung und Heilung. Sonja Poteau arbeitete fünf Jahre lang mit Albert Schweitzer in Lambaréné. Als Leiterin des Museums in Günsbach, das an den berühmten Elsässer erinnert, berichtet sie dem Reporter gerne, wie es war, mit Albert Schweitzer zu arbeiten. Frau Poteau führt Willi durch die Räume seines ehemaligen Wohnhauses. "Ehrfurcht vor dem Leben" - das war das Prinzip, nach dem Albert Schweitzer lebte und arbeitete, so erfährt Willi. Für sein Lebenswerk, die Gründung des Urwaldhospitals in Lambaréné, das heute noch besteht, erhielt Albert Schweitzer für 1952 den Friedensnobelpreis. 1957, acht Jahre vor seinem Tod, wurde er Namensgeber für die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer. Kinder, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammen, sollen hier eine Chance auf ein besseres Leben bekommen. Willi ist zu Besuch in einem der Kinderdorfhäuser in Neubeuern. Maren und ihr Mann Alexander leben hier mit zwei eigenen und sechs aufgenommen Kindern. Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, im Tobe-Raum kann alles auf den Kopf gestellt werden, gegessen wird immer gemeinsam am großen Tisch. Jeden Tag aufs Neue versuchen Maren und Alexander, allen acht Kindern das zu geben, was jeder Mensch braucht: Geborgenheit, Vertrauen und Zuversicht - ganz im Sinne Albert Schweitzers. Geboren ist Albert Schweitzer am 14. Januar 1875 im oberelsässischen Kayserberg, verstorben am 4. September 1965 in seinem geliebten Lambaréné.

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