Wintereinbruch – NÖ schickt "Eisbrecher" auf die Straße

Der Winterdienst startet auch in Niederösterreich diese Woche in die Räumsaison 2021/22. (Archivbild)
Der Winterdienst startet auch in Niederösterreich diese Woche in die Räumsaison 2021/22. (Archivbild)Ernst Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com
Wetter-Experten rechnen noch diese Woche mit einem Wintereinbruch in Niederösterreich. Das Land ist bereits auf Schnee und Eis vorbereitet.

Ab der Nacht auf Mittwoch wird in ganz Niederösterreich mit Minusgraden gerechnet und ab Freitag kommen Schneefälle bis in tiefe Lagen hinzu. Damit starten auch die "Eisbrecher" des NÖ Landesstraßendiensts in die Winterdienstsaison 2021/22.

"1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen bei einem Volleinsatz auch während des Lockdowns für den bestmöglichen Schutz von Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern. Die Planung für den Einsatz auf den 13.600 Kilometern Landesstraßen steht und die Mannschaft ist bereit", meldet dazu Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko am Dienstag.

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Umweltschonender Umgang

Durchgeführt wird der Winterdienst auf Niederösterreichs Landesstraßen von den 58 Straßenmeistereien mit rund 368 eigenen Fahrzeugen und 277 angemieteten LKW, welche für Räum- und Streueinsätze für den Winterdienst ausgerüstet werden müssen.

Jedem Fahrzeug ist eine bestimmte Route zugeordnet und in den Räum- und Streuplänen jeder Straßenmeisterei festgehalten. Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen werden mit Streusplitt winterdienstlich betreut, Landesstraßen mit hohem Verkehrsanteil werden als Salzstreustrecken geführt.

"Ein effizienter und umweltschonender Umgang mit den Streumitteln ist uns dabei besonders wichtig", betont Straßenbaudirektor Josef Decker.

Vorbereitungsarbeiten

Um das NÖ Landesstraßennetz winterfest zu machen, wurde auch im Vorfeld schon vieles geleistet: Allein 700 Kilometer Schneezäune als Verwehungsschutz sind laut Angaben des Landes alljährlich zu reparieren und zeitgerecht aufzustellen. Das entspricht in etwa der Strecke Wien–Salzburg und zurück.

Um den Räum- und Streufahrzeugen eine Orientierungshilfe zu geben, müssen zudem 500.000 Schneestangen mit den verschiedensten Zusatzsignalen aufgestellt werden. Die Splitt- und Salzlager sind prall gefüllt, rund 74.000 Tonnen Auftausalz werden in 108 Silos und 58 Hallen für den Winterdienst gebunkert.

Appell an Autofahrer

Doch trotz des aufwendigen Einsatzes kann der NÖ Straßendienst das Risiko für die Verkehrsteilnehmer nicht auf null reduzieren: "Wichtig ist, dass alle Autofahrerinnen und Autofahrer Verantwortung für sich selbst, aber auch andere übernehmen", mahnt Schleritzko. Sein Tipp: "Montieren Sie noch ihre Winterreifen, machen Sie Ihr Fahrzeug wintertauglich und passen Sie ihre Fahrweise der Witterung an. Gerade an exponierten Stellen, wie Brücken und Walddurchfahrten, kann sich rasch Glätte bilden."

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