Wien

Winterpaket: Heuer 1.000 Plätze mehr in Notquartieren

Hilfe im Winter: Heuer gibt es tausend Plätze für obdachlose Männer, Frauen, Paare und Familien in zusätzlichen Notquartieren in Wien. 

Thomas Peterthalner
In den Wärmestuben der Caritas und Wiener Pfarren finden obdachlose und von Armut betroffene Menschen einen Platz zum Aufwärmen, eine Kleinigkeit zum Essen und vor allem menschliche Nähe, die oft wieder hoffen lässt.
In den Wärmestuben der Caritas und Wiener Pfarren finden obdachlose und von Armut betroffene Menschen einen Platz zum Aufwärmen, eine Kleinigkeit zum Essen und vor allem menschliche Nähe, die oft wieder hoffen lässt.
Helmut Graf

Das Winterpaket der Stadt Wien bietet allen Menschen ohne Wohnung mehr als eine warme Übernachtungsmöglichkeit. Dafür sorgen von 2. November bis 2. Mai tausend zusätzliche Plätze in Notquartieren. Diese werden im 24-Stunden-Betrieb geführt, bieten somit neben der Übernachtungsmöglichkeit auch Tagesaufenthalt. Die Plätze werden in der kältesten Jahreszeit auf rund 1.750 aufgestockt. Zu den bestehenden Tageszentren werden außerdem weitere Wärmestuben eröffnet.

"Mit dem Winterpaket werden die Anstrengungen in der Wiener Wohnungslosenhilfe erneut verstärkt. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass in Wien niemand die kalte Jahreszeit auf der Straße verbringen muss. Sozialer Zusammenhalt und soziale Sicherheit sind nicht nur ob der aktuellen Krisen das Gebot der Stunde", so Anita Bauer, Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien (FSW).

Hilfe auch für Familien 

Neben Schlafplätzen für Männer, Frauen und Paare gibt es auch Unterbringungsmöglichkeiten für 20 Familien im Winterpaket. Drei zusätzliche Wärmestuben bieten neben dem 24-Stunden-Betrieb in den Notquartieren Raum für 245 Personen, ergänzen die bestehenden neun Tageszentren. Zudem werden Kapazitäten in der Beratung sowie in der Straßensozialarbeit aufgestockt. "Die Stadt Wien und ihre Partnerorganisationen organisieren wieder ein umfangreiches Angebot für Menschen, die unsere Unterstützung brauchen. Die Wiener Wohnungslosenhilfe ist sehr gut auf den bevorstehenden Winter vorbereitet. Wir lassen Menschen in Notsituationen nicht allein", so Sozialstadtrat Peter Hacker (SP).

Wärmestuben als sichere Rückzugsorte

Eine der zusätzlichen Wärmestuben ist das "Obdach Sautergasse" in Wien-Hernals, das die meisten Kapazitäten im diesjährigen Winterpaket anbietet. "Unser Team sorgt täglich dafür, dass Menschen ohne Obdach einen warmen und sicheren Platz vorfinden, an dem sie willkommen sind", so Barbara Trsek, Leiterin des Winterpakets bei Obdach Wien.

"Ich setze mich täglich für ein gutes Zusammenleben im Bezirk und darüber hinaus ein. Dazu gehört auch, dass es Einrichtungen wie diese Wärmestube gibt, in der obdachlosen Menschen die notwendige Unterstützung angeboten wird", so der Bezirksvorsteher von Wien-Hernals, Peter Jagsch.

Die Wärmestube bietet neben einem sicheren und warmen Rückzugsort von der Straße auch Verpflegung, Ruheräume, Duschmöglichkeiten und Waschmaschinen an. Zudem helfen die Mitarbeiter, wenn Personen etwa einen Platz in einem Notquartier brauchen. "Oft braucht es aber auch einfach ein offenes Ohr, um Vertrauen aufbauen zu können. Viele Menschen schämen sich, Unterstützung anzunehmen. Wir versuchen mit viel Einfühlungsvermögen und Empathie auf die Menschen zuzugehen und ihnen zur Seite zu stehen", so Trsek. In der Wärmestube Sautergasse können sich bis zu hundert obdachlose Menschen gleichzeitig aufhalten.

KälteApp rettet Leben

Auch dieses Jahr können alle Wiener mit der KälteApp unkompliziert und rasch die Straßensozialarbeit von "Obdach Wien" informieren, wenn sie obdachlose Menschen auf der Straße sehen. Die KälteApp steht zum kostenlosen Download bereit und wurde bereits von mehr als 13.000 Usern heruntergeladen. 

1/50
Gehe zur Galerie
    <strong>19.05.2024: "Nicht sinnvoll" - AKH-Arzt weist Corona-Impfopfer ab.</strong> Die Wienerin Gabriela B. hat durch die Covid-Spritze einen Impfschaden erlitten und leidet an den Folgen. Ein Arzt wies sie bei einer Behandlung ab. <strong><a data-li-document-ref="120035628" href="https://www.heute.at/s/nicht-sinnvoll-akh-arzt-weist-corona-impfopfer-ab-120035628">Die ganze Story &gt;&gt;</a></strong>
    19.05.2024: "Nicht sinnvoll" - AKH-Arzt weist Corona-Impfopfer ab. Die Wienerin Gabriela B. hat durch die Covid-Spritze einen Impfschaden erlitten und leidet an den Folgen. Ein Arzt wies sie bei einer Behandlung ab. Die ganze Story >>
    privat