"Wir haben Rapid absichtlich mehr den Ball gegeben"

Rapid-Coach Didi Kühbauer, Salzburgs Maxi Wöber
Rapid-Coach Didi Kühbauer, Salzburgs Maxi Wöbergepa
1:1 im Spitzenspiel! Im Schlager zwischen Rapid und Salzburg gab es keinen Sieger, das Rennen an der Tabellenspitze bleibt offen.

Ein verlorener Sieg, oder ein gewonnener Punkt? Fest steht: Beide Mannschaften bleiben unbesiegt, Salzburg muss erstmals Punkte abgeben, und der Rückstand der Hütteldorfer auf den Tabellenführer beträgt zwei Punkte. Die "Bullen" haben es verpasst, sich abzusetzen, das Rennen an der Tabellenspitze bleibt offen.

Dabei führte Salzburg durch ein Tor von Koita (29.) lange mit 1:0. Doch Rapid zeigte eine kämpferisch starke Leistung, kam in der 85. Minute durch Knasmüllern zum Ausgleich. Der Torschütze war nach dem Schlusspfiff erleichtert: "Es war eine tolle Mannschaftsleistung, jeder war für den anderen da, das war ganz wichtig." Für Knasmüllner ist der Punkt viel wert: "Wir wussten, dass sie weiter weg sind, wenn sie drei Punkte holen. Deswegen war es wichtig, ihnen Punkte abzunehmen."

Ex-Rapidler Maxi Wöber schnaufte nach dem Schlusspfiff durch: "Das war 100 Prozent von allen, wir sind bei diesem Spielplan alle am Limit." Die Punkteteilung geht für ihn in Ordnung. "Es war ausgeglichen, ein ständiges Hin und Her." Die Taktik des Meisters ging offenbar nicht auf. Wöber verrät: "Wir haben Rapid bewusst mehr den Ball gegeben, um zu Kontern zu kommen. Die Möglichkeiten waren aber nicht so oft da, und wir haben aus einem Fehler den Ausgleich kassiert."

Teamkollege Junuzovic ergänzte: "Wir wollten drei Punkte holen, das ist uns nicht gelungen. Das Ergebnis ist enttäuschend, aber Rapid hat eine engagierte Leistung gezeigt. Der Punkt geht in Ordnung." Dann richtete er noch Rapid-Kapitän Dejan Ljubicic aus: "Gute Besserung! Das war eine unglückliche Situation und ein Pressball. Da war keine Absicht dahinter."

Rapid-Coach Didi Kühbauer will keine Kritik zu Junuzovic und der Szene äußern: "Ich will Junuzovic nichts vorwerfen. Er ist weggerutscht, hat das nicht bewusst gemacht. Ich unterstelle ihm keine Absicht." Mit dem Unentschieden kann er leben, vor allem weil Rapid erstmals seit 2003 in den ersten sieben Spielen unbesiegt blieb: "Es war ein echtes Spitzenspiel, Salzburg hatte Oberwasser, hätte das 2:0 machen können." Doch die kämpferische Leistung seiner Truppe stellte Kühbauer zufrieden: "Wir haben nie augegeben, verdient den Ausgleich erzielt." 

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