In der Nacht auf Mittwoch kam es in der Steiermark zu einer unglaublichen Messerattacke auf ein Pensionisten-Paar. Ein 17-Jähriger soll in ein Einfamilienhaus in Sankt Peter am Ottersbach eingedrungen sein und habe auf das betagte Ehepaar eingestochen. Der 84-jährige Mann starb noch am Tatort, seine 80-jährige Frau wurde schwer verletzt ins Spital gebracht.
"Wir sind in absoluter Schockstarre", erklärte der langjährige Bürgermeister der kleinen Gemeinde Reinhold Ebner (VP), wo immer noch ungewöhnlich viele Einsatzkräfte vor Ort sind. Der Ortschef befindet sich in seiner sechsten Amtsperiode, ist seit über 25 Jahren im Amt. "Das hört man normalerweise aus den Nachrichten, irgendwo aus Amerika und jetzt passiert das hier bei uns", schüttelt er den Kopf und muss sich erst einmal sammeln.
Er kannte beide Opfer gut. "Das waren ganz liebe Menschen", sagt er zu "Heute". Die Mutter der verletzten 80-Jährigen sei erst vor zwei Jahren mit über 101 Jahren verstorben, erinnert er sich. Das Paar hatte sich rührend um sie gekümmert. "Ich war öfter zu Besuch." Auch die Familie des Verdächtigen wohnt im kleinen Ort in der Südoststeiermark, allerdings bestehe überhaupt keine Verbindung zum betroffenen Pensionisten-Paar, sie waren weder verwandt, noch befreundet.
Der 17-Jährige soll laut "Heute"-Infos aus einer österreichischen Arbeiterfamilie stammen, dürfte einen älteren Bruder haben. Beide Eltern sollen berufstätig gewesen sein. Über das Motiv des 17-Jährigen ist derzeit noch absolut nichts bekannt.
Fest steht: Die Frau konnte nach der Tat noch selbst den Notruf wählen. Kurz darauf nahm die Polizei den blutverschmierten Burschen draußen auf der Straße fest, auch das mutmaßliche Tatmesser wurde sichergestellt. Die Kripo ermittelt auf Hochtouren.
Die Einvernahme findet im Beisein eines Anwalts statt. Entweder bestand ein psychischer Ausnahmezustand oder das Ganze muss eine grausame, geplante und kaltblütige Bluttat gewesen sein. Die Unschuldsvermutung gilt.