Wirbel um "Keller"-Sager von Michel Reimon

"Schad, dass man Freiheitliche und Islamisten nicht in einen Keller sperren und mit sich allein lassen kann" - mit diesem Tweet sorgte der Grüne EU-Abgeordnete Michel Reimon auf Twitter für Wirbel. Während die FPÖ vor Wut schäumt ("Verbal-Taliban"), haben die Grünen "nichts hinzuzufügen".

"Schad, dass man Freiheitliche und Islamisten nicht in einen Keller sperren und mit sich allein lassen kann" - mit diesem Tweet sorgte der Grüne EU-Abgeordnete Michel Reimon auf Twitter für Wirbel. Während die FPÖ vor Wut schäumt ("Verbal-Taliban"), haben die Grünen "nichts hinzuzufügen".

Die FPÖ ist über die Meldung Reimons empört. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimksy gab sich darob "fassungslos". Vilimsky, selbst Europaabgeordneter, bezeichnete Reimon wegen dessen Äußerungen als "politisch unzurechnungsfähig". "Was sich der Grüne Europa-Abgeordnete Michel Reimon gestern auf der Internet-Plattform Twitter geleistet hat, macht fassungslos und lässt an der demokratischen Gesinnung dieses verbalen Amokläufers stark zweifeln", so der FP-Generalsekretär.

"Verbal-Taliban"

Vilimsky forderte von Reimon eine Entschuldigung und erwarte von Grünen-Chefin Glawischig eine Distanzierung "von ihrem Verbal-Taliban", wie er sagte. Außerdem forderte er den Rücktritt Reimons: "Jemand, der eine Oppositionspartei gerne mit brutalen Massenmördern in einen Keller sperren will, hat in der österreichischen Politik nichts verloren", sagte Vilimsky, der sich von Glawischnig "dementsprechende Maßnahmen" erwarte.

"Kein Raum für Sarkasmus"  

Reimon räumte am Montagnachmittag einen Fehler ein: "Der mitternächtliche Tweet war ein Fehler von mir, ich hätte berücksichtigen müssen, dass beim Thema Radikalismus kein Raum für Sarkasmus ist". Es sei aber "schon bemerkenswert, wie sensibel gerade Herr Vilimsky beim Thema Radikalismus reagiert", meinte Reimon, der sein Gegenüber zu einem gemeinsamen Besuch in einer Flüchtlingsunterkunft einlud. "Dann lernen Sie einmal jene Männer, Frauen und Kinder, über die sie so oft reden, persönlich kennen. Nehmen Sie mein Angebot bitte an, das würde mich sehr freuen", so Reimon. Aus der Parteizentrale der Grünen hieß es am Nachmittag, der Erklärung Reimons sei nichts hinzuzufügen.

APA/Red.

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