Zwei kleine Zettel sorgen im Moment für große Aufregung in den sozialen Netzen: Als das Volksschulkind aus Wien der Mutter den Denkzettel von der Lehrerin vorlegte, dachte sie noch an einen Scherz. Denn ihre Tochter musste eine Art "Entschuldigungsbrief" ausfüllen. Der Grund: Sie hatte ihre Maske nicht aufgesetzt. Auch ein weiteres Arbeitsblatt zum Thema "Gesund bleiben" soll an Grundschüler verteilt worden sein.
Beide Zettel gehen derzeit viral. Denn sie sollen nicht nur an einer Schule in Wien ausgegeben worden sein, sondern auch österreichweit und auch in Deutschland sollen sie verbreitet worden sein. Die Kinder sollen hier schriftlich verinnerlichen, dass sie die Maske aufsetzen sollen. Dieser Denkzettel muss sogar von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden. "Das geht eindeutig zu weit", stellt die Mutter klar. Ihre Unterschrift wird sie darauf nicht setzen.
Sie hofft, dass auch andere Eltern diesen sogenannten Denkzettel ignorieren und wegschmeißen. Das zweite Arbeitsblatt soll Kindern helfen, die richtige Entscheidung zu treffen, wenn sie gesund bleiben möchten. Hier müssen Volksschüler aufkleben was in Zeiten der Pandemie "Richtig" oder "Falsch" ist. Falsch ist zum Beispiel mit Freunden enger zu spiele oder zu singen. Dafür bleibt man laut Zettel gesund, wenn man Abstand hält oder besser wenn man alleine spielt.
Auf Nachfrage bei den Bildungsdirektionen in Wien und Niederösterreich wird betont, dass derartige Denkzettel oder Arbeitsblätter nicht bekannt sind. Doch eine Wiener Pädagogengruppe in Ausbildung bestätigt, dass solche Zettel im Umlauf sind.