Wirbel um Messe: Schüler beteten zu Allah und Gott

Aufregung um eine Schulabschluss-Messe in St. Pölten: Es wurde zu Gott und zu Allah gebetet. Eine Mutter ist empört.

Die Schülerin der Caritas-Fachschule für Sozialberufe in St. Pölten war verwirrt: „Beim Eingang in unsere Kirche wurden mir Zettel mit Texten in die Hand gedrückt. Wir beteten zu Allah und zu Gott", sagt Lisa (Namen geändert). „Auch andere waren irritiert. Daheim erzählte ich es dann gleich meinen Eltern."

Mutter Anna (40) kritisch: „In einer Kirche zu sagen, es gäbe keine Gottheit außer Allah, finde ich nicht richtig. Und es ist eine katholische Privatschule."

Karl Lahmer von der Caritas entgegnet: „Es war eine multireligiöse Abschlussfeier. Die gab es heuer zum zweiten Mal, letztes Jahr war das Fest im Dom. Das Mädchen geht in die 1. Klasse, war somit im Vorjahr nicht dabei. Religion ist bei uns verpflichtend und wird getrennt, bei der Abschlussfeier aber seit 2016 nicht mehr. Und Respekt und Toleranz stehen im Vordergrund." Mutter Anna sieht das anders: „In einer Moschee darf ich als Frau auch nicht einfach das Vaterunser beten. Ich will nicht, dass meine 14-jährige Tochter an Islam-Feiern teilnehmen muss." (Lie)

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