"Schlangenlinien gefahren"

Wirbel um ÖVP-Politiker – Klubchef ist Führerschein los

Salzburgs ÖVP-Klubchef Wolfgang Mayer ist seinen Führerschein los. Der 45-Jährige verweigerte den Alkotest, war zuvor in Schlangenlinien unterwegs.
Newsdesk Heute
23.01.2024, 20:12
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Am Montagmorgen meldete ein Anrufer über den Notruf einen in Schlangenlinien fahrenden Pkw-Lenker in Eugendorf (Salzburg). Die alarmierten Polizeikräfte konnten das Auto in Henndorf stoppen. Da der 45-jährige Lenker einen Alkotest verweigerte, wurde ihm an Ort und Stelle der Führerschein abgenommen.

Wie am Nachmittag bekannt wurde, handelte es sich beim Fahrzeuglenker um den Salzburger ÖVP-Klubchef Wolfgang Mayer. Der einflussreiche Politiker wurde angezeigt. Ihm drohen nun mehrere tausend Euro Strafe und eine Nachschulung. 

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"Ich habe einen schweren Fehler begangen und weiß natürlich, dass mein Verhalten völlig fehl am Platz war. Selbstverständlich habe ich nun auch die gesetzlichen Konsequenzen zu tragen", wird der 45-Jährige zitiert. "Ich bin mir auch über die schlechte Vorbildwirkung im Klaren. Daher möchte ich mich aufrichtig dafür entschuldigen."

Der Salzburger ÖVP-Klubchef Wolfgang Mayer ist seinen Führerschein los. (Archivbild)
Franz Neumayr / picturedesk.com

Nicht so leicht will die Opposition den Vorfall abtun. "Diese Rauschfahrt lässt ernsthafte Zweifel an Wolfgang Mayers Eignung für öffentliche Ämter aufkommen. Als gelernter Jurist wird der ÖVP-Klubobmann schon gewusst haben, warum er den Alkotest verweigert hat“, poltert Salzburgs SPÖ-Landesgeschäftsführer Gerald Forcher in einer Aussendung. "Wenn die ÖVP glaubwürdig sein will, wird ihr Klubobmann und Generalsekretär die Konsequenzen ziehen – letztendlich muss Wolfgang Mayer aber selbst entscheiden, ob er Anstand zeigen möchte oder nicht", spricht Forcher einen möglichen Rücktritt Mayers an.

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Nicht der erste Fehltritt eines ÖVP-Mannes

Mayer ist der dritte prominente Fall innerhalb weniger Tage, in dem ein Politiker der ÖVP für negative Schlagzeilen sorgt. Ebenfalls wegen eines Delikts im Straßenverkehr ist Finanzminister Magnus Brunner seinen Führerschein los. Er raste am Dreikönigstag in seiner Heimat Vorarlberg deutlich zu schnell. Eine Zivilstreife stoppte den Bundespolitiker. Ebenfalls für Wirbel – wenn auch nicht im Straßenverkehr – sorgte jüngst der Bürgermeister von Vösendorf (NÖ). Gegen Hannes Koza wird wegen des Verdachts der Untreue von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Zurückgetreten ist er aber nach Bekanntwerden der Vorwürfe nicht – er strebt eine Neuwahl des Gemeinderates an. 

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