Wirbel um Pendlerpauschale: Pro Jahr 230 Euro weniger im Börserl

Bild: WIkipedia
Großer Frust bei Pendlern, die in Großweikersdorf (Tulln) wohnen und nach Wien in die Arbeit pendeln: "Jährlich entgehen mir rund 230 Euro, weil die Pendlerpauschale weniger als die tatsächlichen Kilometer ausweist", ärgert sich Andreas E. (52).
Großer Frust bei Pendlern, die in Großweikersdorf (Tulln) wohnen und nach Wien in die Arbeit pendeln: "Jährlich entgehen mir rund 230 Euro, weil die Pendlerpauschale weniger als die tatsächlichen Kilometer ausweist", ärgert sich Andreas E. (52).
Die scharfe Kritik nach der Einführung des umstrittenen Pendlerrechners hatte im Juni 2014 zu einer Überarbeitung geführt, jetzt macht sich erneut Frust breit. "Es gibt vier konkrete Fälle von betroffenen Kollegen, die mir vorliegen", sagt Stefan Tichy vom Finanzamt Tulln und Bundesvorsitzender der "Freien Gewerkschaft der Finanz". 

Benachteiligt fühlte sich in den letzten Jahren auch Finanzbeamter Andreas E. (52): "Beim Pendlerrechner werden für die Strecke von Großweikersdorf nach Wien-Heiligenstadt 49,9 Kilometer ausgewiesen, tatsächlich sind es 53. Dadurch beträgt die Gesamtkilometerzahl zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in Wien-Mitte nur 57 statt 60,1." Bei der 60-Kilometer-Marke macht der Pendlerrechner aber einen Schnitt: "Das bedeutet jährlich für mich rund 230 Euro weniger im Börserl."

Die ÖBB spielen den Ball ans Finanzministerium weiter: "Ein Tarifkilometer entspricht einem Streckenkilometer. Ein Zug legt demnach zwischen Großweikersdorf und Wien-Heiligenstadt insgesamt 53 Kilometer zurück." 

Stefan Tichy will nun sofortige Nachbesserungen: "Wir fordern eine umgehende Überprüfung des Pendlerrechners auf Richtigkeit, insbesondere auf der Strecke der Franz-Josefs-Bahn. Die Pendler aus dem Bezirk Tulln sollen das Geld erhalten, das ihnen zusteht."

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