Wirbel um Verlegung von "integriertem Flüchtling"

Flüchtling Bashir S. mit Christoph Baumgärtel von der SP Langenzersdorf.
Flüchtling Bashir S. mit Christoph Baumgärtel von der SP Langenzersdorf.Bild: privat

Bashir S. (25), leidenschaftlicher Kicker und Fußballtrainer, muss mit zwei weiteren Langenzersdorfer Flüchtlingen nach Himberg übersiedeln. Die SP kritisiert den Schritt.

"Unser Fussballtrainer Bashir und zwei weitere Langenzersdorfer Flüchtlinge werden durch die Schließung des Hauses Anissa nun - gegen ihren Willen - nach Himberg verlegt", so Christoph Baumgärtel von der SP Langenzersdorf (Korneuburg).

Und weiter: "Es ist mehr als traurig wenn so die Integration des Innenministers Kickl aussehen soll. Seit Jahren bestens integrierte Flüchtlinge die wie im Falle von Bashir nur noch wenige Wochen vor einer abschließenden Entscheidung bei Gericht stehen, werden dadurch aus ihrem Lebensumfeld herausgerissen", sagt Baumgärtel, der sich schon oft für Bashir eingesetzt hatund ihn als Vorbild für eine funktionierende Integration bezeichnet.

"Überfallsartige Nacht- und Nebelaktion"

"Über eine Stunde ist Himberg von Langenzersdorf entfernt, dadurch wird es Bashir nicht mehr möglich sein, regelmäßig bei den Fussballspielen und beim Training teilzunehmen und auch die Integration wird dadurch erschwert", zeigt sich Baumgärtel verärgert. Und auch die "überfallsartige Nacht-und Nebelaktion des Innenministeriums wo diese Verlegung ohne jede entsprechende Vorlaufzeit erfolgt", stoße Baumgärtel sauer auf, "denn sonst hätte man noch gemeinsam mit der Gemeinde versuchen können zumindest kurzfristig ein Übergangsquartier für die Drei zu organisieren."

Wie berichtet, droht Bashir S. die Abschiebung in sein Heimatland Afghanistan. (wes)

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