Wirbel wegen Schilder – Islam-Verbot auf Spielplatz?

Symbolbild
Symbolbild(Bild: Denise Auer)
Schilder an den Spielplätzen einer Salzburger Gemeinde sorgen für ordentlich Wirbel. Eine Mail des Bürgermeisters goss weiteres Öl ins Feuer.

Bereits seit mehreren Wochen staunen die Salzburger über nagelneue Verbotsschilder, die an den Spielplätzen der Gemeinde Puch bei Hallein angebracht wurden. "Schaukeln nur noch mit Meldezettel?", fragt etwa die Salzburg-Ausgabe der "Kronen Zeitung", die über die Causa berichtete.

Auf den Schildern zu lesen: "Die Benutzung ist ausschließlich Pucher BürgerInnen (Personen mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde Puch bei Hallein) gestattet!" So weit, so gut, doch ein Mail von ÖVP-Bürgermeister Helmut Klose hat nun eine Involvierung der Kinder- und Jugendanwaltschaft zur Folge.

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Islam-Sager

Mehrere erboste Anwohner meldeten sich bei der Anwaltschaft, etwa um die rechtliche Grundlage zu klären. Auch, ob der Gemeinderat überhaupt in die Entscheidung mit einbezogen wurde, ist unklar. Die Spitze des Eisbergs ist allerdings eine E-Mail,  die laut "Kronen Zeitung" im Ort die Runde macht.

Darin zu lesen sind weitere Ausführungen zum Spielplatzverbot. "Es wird auch nicht akzeptiert, wenn muslimische Familien am Spielplatz Decken ausbreiten und ihre Mittagsreligion ausüben, das ist nicht unsere Kultur."

Eltern hoffen, dass es sich dabei lediglich um eine missverständliche Ausdrucksweise handelt. Die Fragen der Kinder- und Jugendanwaltschaft an den Bürgermeister sollen das nun klären.

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