Wohnzimmer statt Bühne: Pop-Stars spielen daheim

Viele deutsche Sänger haben am Wochenende zur großen Freude der Fans ihre vier Wände zu Konzerthallen umfunktioniert.
Um der häuslichen Isolation, die es aufgrund des Coronavirus einzuhalten gilt, die lange Nase zu zeigen, haben deutsche Künstler an diesem Wochenende das "#Wirbleibenzuhause"-Musikfestival ins Leben gerufen. Im Zug der weltweiten Pandemie müssen viele Künstler ihre Auftritte und Touren verschieben oder gar absagen und melden sich via Livestream, um von zu Hause aus zu musizieren.

Am Sonntag spielten Musiker wie Max Giesinger (31, "80 Millionen") oder Álvaro Soler (29, "La Libertad") gegen Tristesse und Langweile an und verbreiteten mit ihren Online-Konzerten gute Laune und positive Stimmung.

Künstler begeistern Fans und Familie



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Stellenweise klickten sogar an die 70.000 User auf die Instagram-Profile der verschiedenen Musiker, die sich beinahe vier Stunden lang mit Konzerten aus ihren Wohnzimmern abwechselten. Dabei spielten die Pop-Stars nicht nur eigene Songs, sondern widmeten sich auch Coverversionen berühmter Klassiker. So grüßte Nico Santos (27, "Rooftop") seine Eltern, die auf Mallorca leben, mit dem Eagles-Hit "Hotel California" und wünschte sich: "Ich wäre jetzt super, super gerne bei euch."

Auch Max Giesinger, der als Juror bei "The Voice Kids" auf der Suche nach den jungen Gesangstalenten von morgen ist, beteiligte sich begeistert am improvisierten Festival. "Es ist gut, dass ich nicht nach zehn Uhr spiele, sonst würde ich noch Probleme mit den Nachbarn bekommen", scherzt der sympathische Sänger und schickt augenzwinkernd nach: "Aber die sind eigentlich ganz korrekt."



Ein wenig ernstere, aber trotzdem gut gelaunte Töne schlug hingegen Álvaro Soler an, als er sich aus seiner Heimatstadt Barcelona meldet. Die strengen Ausgehbeschränkungen in Spanien veranlassen ihn zu einem nachdrücklichen Appell an seine deutsche Fans: "Spanien ist gerade in einer sehr schwierigen Situation. Wenn ihr nicht wollt, dass das in Deutschland auch passiert, müsst ihr unbedingt jetzt agieren und fleißig zu Hause bleiben."

Noch steht nicht fest, wann das Festival in die zweite Runde geht, aber aufgrund des großen Erfolges ist damit zu rechnen, dass es eine Zugabe geben wird.

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