Wird die Grenze zu Italien auch am 15. Juni geöffnet?

Mit Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein hat Österreich bereits eine vollständige Grenzöffnung ab dem 15. Juni vereinbart. Auch die Grenze zu Italien könnte an dem Tag geöffnet werden. 

Wie die italienische Nachrichtenagentur "ANSA" berichtet, stellt Österreich die Grenzöffnung in Richtung Italien Mitte Juni in Aussicht, sollte es die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie zulassen. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf "informierte", aber nicht näher genannte Quellen. Das Außenministerium hat dies bisher nicht bestätigt.

Mit Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein hat Österreich bereits eine vollständige Grenzöffnung ab dem 15. Juni vereinbart. Die Einreisebeschränkungen zu Tschechien, der Slowakei und Ungarn dürften ebenfalls Mitte Juni fallen.

Hoffnung machen kann sich offenbar auch Slowenien, das bisher vergeblich auf positive Signale aus Wien wartet. Gegenüber Italien äußerte sich die Regierung stets zurückhaltend. "Ich bin ein großer Freund der Reisefreiheit, aber bei Italien müssen wir noch vorsichtig sein", meinte Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Runder Tisch am Mittwoch

Dass die Grenze zu Italien nun doch geöffnet werden solle, konnte der Sprecher des Außenministeriums in Wien, Peter Guschelbauer, gegenüber der APA "noch nicht bestätigen".

Am Mittwoch soll ein runder Tisch zum Thema Reisefreiheit stattfinden, an dem ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg, Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) teilnehmen. Danach ist eine Pressekonferenz angesetzt, bei der weitere Reiselockerungen, insbesondere mit den Nachbarländern,angekündigt werden sollen.

Italien führt Reisefreiheit im Land wieder ein

Italien möchte nach der Epidemie einen weiteren Schritt Richtung Normalität wagen. Ab Mittwoch werden die Einschränkungen bei der Reisefreiheit im Land abgeschafft. Italienerinnen und Italiener können sich somit auch außerhalb ihrer Heimatregion frei im Land bewegen. Wer nach Italien reist, muss sich nicht mehr einer zweiwöchigen Quarantäne wie bisher unterziehen.

"Natürlich sind mit der Reisefreiheit einige Gefahren für die öffentliche Gesundheit verbunden, doch Italien muss endlich neu starten können", meinte Stefano Bonaccini, Präsident der norditalienischen Region Emilia Romagna, die von der Coronavirus-Epidemie stark betroffen war.

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