WhatsApp vor dem Ende? Das plant Facebook jetzt

Facebook arbeitet an Neuerungen für den Messenger und WhatsApp.
Facebook arbeitet an Neuerungen für den Messenger und WhatsApp.iStock
Facebook plant, das Chatten über seine Apps zu vereinfachen. So sollen bald Facebook-Kontakte auch auf WhatsApp gefunden werden können und umgekehrt.

Vermutet wurde es schon, als WhatsApp vom Giganten Facebook aufgekauft wurde, nun scheint es Tatsache zu werden: Das Social-Media-Unternehmen testet die Zusammenlegung seiner beiden Chat-Apps WhatsApp und Messenger. Das bedeutet, dass es in Zukunft möglich sein könnte, von WhatsApp aus Kontakte auf Facebook anzuschreiben und umgekehrt. Das würde auch funktionieren, falls die Person, die über den Messenger angeschrieben wird, gar keinen Facebook-Account, sondern nur einen WhatsApp-Account hat. Umgekehrt könnte eine Person via WhatsApp angeschrieben werden, die die App nicht installiert hat, sondern nur über einen Facebook-Account verfügt.

Entdeckt wurde dieses neue Update von WABetainfo im Code der App. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Update auch schon installiert werden kann. Wann die Neuerungen tatsächlich umgesetzt werden, ist noch unklar.

Tatsächlich heißt es auf der WABetainfo-Website: "Es handelt sich hierbei um ein äußerst kompliziertes neues Feature. Wir haben keine Ahnung, ob Facebook tatsächlich weiterhin an dieser Funktion arbeitet oder nicht." Das scheint allerdings wahrscheinlich, da Facebook selbst im vergangenen Jahr bereits angekündigt hat, daran zu arbeiten, seine verschiedenen Social-Media-Apps besser miteinander zu verlinken.

Ein Ärgernis?

WABetainfo beschreibt weiter: "Was wir im Code gefunden haben, zeigt, dass Facebook verstehen kann, wenn ein WhatsApp-Kontakt blockiert ist und wenn Push-Nachrichten verschickt werden. Außerdem kennt Facebook die Telefonnummern der WhatsApp-Kontakte und erkennt, ob ein Chat archiviert ist oder nicht." Facebook könne aber keine Inhalte von Chats lesen oder Profilbilder der Konten einsehen.

Für Personen, die sich aktiv dazu entschieden haben, Facebook oder WhatsApp fernzubleiben, könnte diese Zusammenlegung ein Ärgernis darstellen. Dennoch versichert WABetainfo, dass ein solches Update der Sicherheit von Whatsapp nichts anhaben würde. "WhatsApp ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und wird es auch bleiben. Die Privatsphäre der Nutzer stand bei WhatsApp immer an erster Stelle und wir glauben, dass das Unternehmen auch in Zukunft Wert darauf legen wird."

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