Wirt prellt Schwestern, muss 11.000 Euro zahlen

In einem Gasthaus bei Wels wurden zwei Schwestern von einem Wirt geprellt. Jetzt muss dieser ordentlich nachzahlen.
In einem Gasthaus bei Wels wurden zwei Schwestern von einem Wirt geprellt. Jetzt muss dieser ordentlich nachzahlen.Bild: Symbolbild: iStock
Ein Wirt hat laut AK zwei Schwestern in OÖ "geprellt". Es gab keine Lohnabrechnungen, Überstunden wurden nicht bezahlt. Nun bekam er eine fette Rechnung.
Da hat ein Wirt die Rechnung ohne die Anwälte der Arbeiterkammer gemacht! In einem Gastgewerbebetrieb im Bezirk Wels-Land arbeiteten zwei Schwestern als Köchin und Küchenhilfe. "Die Methoden ihres Chefs waren haarsträubend: Lohnabrechnungen gab es nur ausnahmsweise, Überstunden wurden fast nie bezahlt", berichtet die AK.

Die Details: Eine der Frauen war als Köchin drei Jahre lang in dem Gastgewerbebetrieb nahe Wels tätig. Ihre Schwester begann wesentlich später als Küchenhilfe im selben Betrieb.

"Der Gastwirt prellte die Arbeitnehmerinnen nach Kräften", so die AK. "Das fiel ihm umso leichter, als die Köchin von ihm in drei Jahren nur fünf Lohnabrechnungen erhielt, die Küchenhilfe in sechs Monaten nur zwei".

CommentCreated with Sketch.22 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Im März 2019 kündigte der Gastwirt die Küchenhilfe, wenig später beendete deren Schwester ihr Arbeitsverhältnis.

AK-Präsident Johann Kalliauer
AK-Präsident Johann Kalliauer
Die Frauen schalteten die AK ein. "Wir stellten fest, dass das Arbeitsrecht oft und schwerwiegend verletzt worden war", so die AK dazu.

Schreiben mit Forderungen



Dem Gastwirt wurde ein Schreiben mit Forderungen übermittelt: Er sollte hunderte offene Überstunden sowie Urlaubsersatzleistungen und Entgelte für Ersatzruhe zahlen, die ausständigen Lohnabrechnungen nachreichen und entsprechende Dienstzeugnisse ausstellen.

Nach Verhandlungen mit dem Rechtsanwalt des Gastwirts setzte die AK durch, dass die Schwestern insgesamt rund 11.000 Euro erhielten, weiters die Lohnabrechnungen und die Dienstzeugnisse.

„Ohne die AK wären die Arbeitnehmerinnen wohl nicht so schnell zu ihrem Geld gekommen. Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie sehr es die Arbeiterkammer als starke Interessenvertretung braucht!", sagt AK-Präsident Johann Kalliauer.



ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema

Nav-AccountCreated with Sketch. rep TimeCreated with Sketch.| Akt:
WelsNewsOberösterreichArbeit

CommentCreated with Sketch.Kommentieren