Wirt schickte Hitler-Bilder und Parolen per SMS

Der Angeklagte vor Gericht.
Der Angeklagte vor Gericht.Bild: privat
Ein Betreiber einer Frühstückspension aus NÖ musste heute vor Gericht. Er hat laut Anklage Hitler-Fotos verbreitet und bedenkliche SMS verschickt.

Hitler- und Nazi-Faible hat offenbar Tradition in dieser Familie aus NÖ: Bereits der Vater, Inhaber eines Wirtshauses, hatte in den 80er-Jahren auch mal Nazi-Abzeichen oder Broschen anstatt Geld genommen. "Das war halt so, wenn einige Gäste kein Geld hatten, zahlten sie halt so und mein Vater bewahrte das ganze Klumpert im Keller auf", so der Angeklagte in St. Pölten vor Gericht.



"Hoch auf Eva Braun"


Via SMS hat der 43-Jährige laut Anklage Bilder von Hitler, Göhring und Himmler per SMS verschickt oder ein Bild von Eva Braun (zum 105. Geburtstag) mit den Worten: "Ein Hoch auf die First Lady" oder ein Bild von Auschwitz mit dem Text "Familien im Brennpunkt". Auch eine Nazi-Utensilien wurden beim Angeklagen gefunden.

Der 43-Jährige zeigt sich vor der Richterin großteils geständig: "Ja, ich habe den Blödsinn im Rausch gemacht. Nazi bin ich aber keiner."

Zwei Jahre bedingte Haft

Der Angeklagte wurde im Sinne der Anklage nach Paragraf 3g des Verbotsgesetzes schuldig gesprochen. Der Niederösterreicher erhielt zwei Jahre bedingte Freiheitsstrafe, für die Dauer der Probezeit von drei Jahren wurde Bewährungshilfe angeordnet. Das Urteil ist rechtskräftig.

Mildernd wurden bei einem Strafrahmen von ein bis zehn Jahren der bisher ordentliche Lebenswandel und das Tatsachengeständnis des Angeklagten gewertet. Erschwerend wirkten sich das Zusammentreffen mehrerer Verbrechen aus und, dass die Bilder mehrere Jahre lang in der Wohnung aufhängt waren. (Lie)

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