Ukraine

Wirtschafts-Konter – Selenski krallt sich Russen-Firmen

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski holt zum Wirtschafts-Gegenschlag aus: Mit einem Gesetz will er russische Unternehmen beschlagnahmen. 
Heute Redaktion
11.03.2022, 08:21

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat ein Gesetz unterzeichnet, das der ukrainischen Regierung die Beschlagnahmung von staatlichem und privatem russischem Eigentum im Land erlaubt, wie auf der Webseite des ukrainischen Parlaments zu lesen ist.

Keine Vergütung erwartbar

Auch die staatliche russische Nachrichtenagentur "Ria" berichtet von der Unterzeichnung des Vertrags. Die Maßnahme soll vom ukrainischen Ausschuss für wirtschaftliche Entwicklung umgesetzt werden, eine Vergütung für beschlagnahmtes Eigentum sieht das Gesetz nicht vor.

Einen Tag zuvor hatte Russland angekündigt, die Produktionsstätten und Filialen von ausländischen Firmen, die sich an den Sanktionen beteiligen oder ihren Betrieb in Russland selbstständig einstellten, zu verstaatlichen. Damit reagiert der Kreml auf die scharfen Sanktionen aus Europa und anderen Ländern.

Russen fürchten um ihr Geld

Durch das Einfrieren von Geldern im Ausland, der Beschlagnahmung von Besitztümern und dem Handelsstopp fürchten derzeit viele russische Superreiche um ihr Vermögen. Der Rubel befindet sich praktisch im freien Fall, in den nächsten Wochen dürfte die russische Wirtschaft noch stärker unter den Sanktionen leiden. Diverse russische Oligarchen und Superreiche wollen ihr Vermögen nun in Dubai in Sicherheit bringen.

Experten befürchten, dass die russische Invasion der Ukraine auch für den globalen Getreidehandel schwerwiegende Folgen haben könnte. Diplomaten kritisierten zuletzt den Generalsekretär der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) scharf. Dieser soll zugunsten seiner Regierung in China die Veröffentlichung eines hochbrisanten Berichts der FAO blockieren.

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